Zwei Tote und sechs Verletzte nach Verkehrsunfall bei der Tour du Rwanda 2026

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 22 Februar 2026 um 16:51
TourDuRwanda
Die Tour du Rwanda ist an diesem Sonntag, dem 22. Februar, auf die Straße gegangen - doch der Auftakt stand nicht im Zeichen des Sports. Ein Verkehrsunfall mit einem Fahrzeug der Rennkarawane kostete zwei Zuschauern, die am Straßenrand standen, das Leben.
Die Organisation des ostafrikanischen Etappenrennens, das in jenem Land ausgetragen wird, das im vergangenen Herbst die World Championships beherbergte, veröffentlichte noch am selben Tag eine offizielle Stellungnahme zu dem tragischen Vorfall.

Tragischer Unfall in Gabiro

„Die Leitung der Tour du Rwanda bedauert, der Öffentlichkeit einen Unfall mitteilen zu müssen, der sich heute während der 1. Etappe im Gebiet von Gabiro ereignet hat, als ein Fahrzeug der Karawane von der Straße abkam und mehrere Zuschauer erfasste. Tragischerweise kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Die Verletzten werden versorgt, und wir verfolgen ihren Zustand aufmerksam. Die Rwanda National Police hat Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet. Unser aufrichtiges Beileid gilt den betroffenen Familien, und wir bleiben dem Schutz der Öffentlichkeit verpflichtet.“
- Leitung der Tour du Rwanda
Trotz des schweren Unglücks trugen die Veranstalter die erste Etappe wie geplant aus. Das Teilstück endete in der Stadt Rwamagana, wo es zu einem Massensprint kam. Dabei setzte sich Itamar Einhorn vom NSN Cycling Team durch und sicherte sich den Tagessieg.

Tour du Rwanda: Ein Rennen durch das Land der tausend Hügel

Die Tour du Rwanda – bis 2018 noch als Tour of Rwanda bekannt – ist weit mehr als ein Radrennen. Sie ist eine sportliche Reise quer durch das Herz Ostafrikas, hinein in ein Land voller Geschichte, Landschaft und Aufbruchsstimmung.
Auf rund 1000 Kilometern kämpfen sich die Fahrer in neun Etappen – unterbrochen von einem Ruhetag – durch Hügel, Täler und lebendige Städte. 1988 fiel der Startschuss zur Premiere. Nach einer langen Pause zwischen 1991 und 2001 kehrte das Rennen zurück und entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem festen Bestandteil des internationalen Radsportkalenders. Von 2009 bis 2018 war die Rundfahrt als Tour of Rwanda in der Kategorie 2.2 der UCI Africa Tour eingestuft, seit 2019 fährt sie in der höheren Kategorie 2.1 – ein Meilenstein für den ostafrikanischen Radsport. Sie gilt als das erste internationale Radrennen in dieser Region.
Die Strecke verlangt den Athleten alles ab. Neben schnellen, flachen Passagen warten anspruchsvolle Anstiege, die den Ruf Ruandas als „Land der tausend Hügel“ eindrucksvoll bestätigen. Unterwegs passieren die Fahrer beeindruckende Natur- und Kulturstätten – darunter den Akagera-Nationalpark mit seiner artenreichen Tierwelt sowie Gedenkstätten, die an den Völkermord von 1994 erinnern. Sport und Geschichte begegnen sich hier auf besondere Weise.

Gesamtsieger der Tour du Rwanda (2021–2025)

  • 2021 – Cristián Rodríguez (ESP)
  • 2022 – Natnael Tesfatsion (ERI)
  • 2023 – Henok Mulubrhan (ERI)
  • 2024 – Joseph Blackmore (GBR)
  • 2025 – Fabien Doubey (FRA)
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