Etappe 5 der
Volta ao Algarve gilt traditionell als harter Prüfungstag über den Alto do Malhao und die umliegenden Hügel - doch Lidl-Trek löste diese Aufgabe nahezu perfekt. Das Team schirmte
Juan Ayuso in einer aggressiv gefahrenen Etappe souverän ab. Der Spanier krönte sich am Gipfelabschluss nicht nur zum Etappensieger, sondern sicherte sich zugleich auch den Gesamtsieg.
Wie in jedem Jahr begann das Teilstück extrem schnell. Sprinter und Klassiker-Spezialisten, die zuvor bereits um Resultate gefahren waren, erhielten nun Freiheiten und passende Straßen, um ihre Form mit Blick auf die Frühlingsklassiker zu testen.
Hochkarätige Fluchtgruppe und frühe Attacken
So formierte sich eine prominent besetzte Ausreißergruppe mit Julian Alaphilippe, Max Schachmann, Jan Tratnik, Luca van Boven und Tobias Bayer. Aus dieser Spitzengruppe setzten sich Alaphilippe und Schachmann am ersten Anstieg des 2,6 Kilometer langen Alto do Malhao ab.
Im Feld verschärfte
Joao Almeida vom UAE Team Emirates - XRG das Tempo und sprengte die Favoritengruppe, bis nur noch vier Fahrer folgen konnten. Ohne Zusammenarbeit fiel das Tempo jedoch wieder ab. Direkt nach dem Anstieg attackierten Florian Lipowitz und Kevin Vauquelin beim Anschluss an die GC-Gruppe.
Lipowitz und Vauquelin schlossen an der Spitze zu Alaphilippe auf, der nach einem Sturz von Schachmann im welligen Finale allein vorausgefahren war. Lidl-Trek verfügte jedoch über genügend Schlagkraft, um das Duo zu kontrollieren, das die Gesamtwertung bedrohte - zumal der Franzose weniger als eine Minute vom Gelben Trikot entfernt lag.
Die Nachführarbeit blieb konsequent, der Vorstoß geriet unter Kontrolle. Direkt am Fuß des Schlussanstiegs stellte das Feld das Spitzenduo. UAE übernahm sofort das Kommando, Almeida ging früh an die Spitze, um die Konkurrenz schnell mürbe zu machen. Einige Schlüsselakteure konnten folgen. Mit noch einem Kilometer attackierte Matthew Riccitello, um
Paul Seixas zu lancieren, der als möglicher Topfavorit galt, dabei aber stets die Gesamtwertung im Blick hatte.
Seixas übernahm kurzzeitig die Führung, doch als klar wurde, dass keine Lücken aufgingen, lief alles auf einen Sprint um den Etappensieg hinaus. Ayuso und Oscar Onley fuhren nebeneinander, der Brite eröffnete zuerst. Ayuso hatte jedoch die besseren Beine und sprintete im Gelben Trikot zum Etappensieg - und damit auch zum Gesamterfolg. Seixas belegte Rang drei.