Die 5. Etappe der
Vuelta a Andalucia war die einzige mit einem harten Finale, in dem die Top-GC-Fahrer Unterschiede herausfahren konnten – und
Tom Pidcock nutzte genau das. Der Profi des Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team feierte in Llucena seinen ersten Saisonsieg, während Spaniens Meister
Iván Romeo den Gesamterfolg des Rennens sicherstellte.
Markus Hoelgaard, Milan Vader und Julius Johansen bildeten die Flucht des Tages. Doch das Trio konnte die Etappe nie ernsthaft gefährden, da das Peloton für Etappensieg und Gesamtwertung genügend Feuerkraft und Interesse bündelte.
27 Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe gestellt. Auf der ersten Passage des Alto de la Primera Cruz (2,8 km; 5,9 %) holte sich Alex Aranburu 3 Sekunden Bonifikation. In den folgenden Kilometern attackierten zahlreiche Fahrer, unter ihnen Tim Wellens, Andreas Leknessund und Victor Campenaerts. Christophe Laporte stürzte, doch insgesamt blieb das Feld bis in die entscheidenden Kilometer kontrolliert.
Groupama-FDJ bereitete die Schlusssteigung vor, kurz, aber explosiv genug für Abstände. Tom Pidcock wartete jedoch nicht auf den Zug der Franzosen und griff gut 5,5 Kilometer vor dem Ziel an – eine brutale Beschleunigung. Zunächst reagierte Romain Grégoire, doch der Brite setzte sich schließlich solo ab und fuhr einen spürbaren Vorsprung auf seine Rivalen heraus.
Pidcock hatte nur eine kurze Abfahrt und eine flache Anfahrt ins Ziel zu verteidigen und machte dort den Etappensieg perfekt. Ein wichtiger Erfolg mit Blick auf Opening Weekend und Strade Bianche. Jan Christen wurde Zweiter des Tages, Romain Grégoire sprintete im Verfolgerfeld auf Rang drei, in dem auch Iván Romeo vertreten war – die Bestätigung seines Triumphs in der Gesamtwertung.