„Wird es an La Redoute passieren?“ Remco Evenepoel beim Vorbereiten der Attacke gesichtet, mit der er Tadej Pogacar schlagen will

Radsport
Donnerstag, 23 April 2026 um 22:30
Remco Evenepoel
Remco Evenepoel pflegt eine besondere Beziehung zu Lüttich–Bastogne–Lüttich, wo er bereits zwei dominante Siege gefeiert hat. Der Belgier, dreifacher Weltmeister im Zeitfahren, stellt sich am Sonntag bei La Doyenne der gewaltigen Aufgabe, Tadej Pogacar zu bezwingen.
Die Frühjahrsklassiker erreichen an diesem Wochenende ihr letztes Monument. Das älteste der großen Eintagesrennen wird zur Bühne für den Angriff des Red Bull - BORA - hansgrohe-Profis auf die Rückeroberung der Krone, und er hat früh ein Ausrufezeichen gesetzt, indem er als erster Topfavorit den Kurs besichtigt hat.
Evenepoel wurde am Donnerstag an einem der Schlüsselpunkte der Strecke gesichtet, dem ikonischen Anstieg La Redoute, einem kurzen, aber fordernden Hügel, der den Rennausgang häufig geprägt hat.
Während der Besichtigung bekam Evenepoel Gesellschaft von seinem Landsmann Maxim Van Gils, angefeuert von Fans, die sich an der geschichtsträchtigen Rampe versammelt hatten.
Das ist kein beiläufiger Auftritt. Der Olympiasieger jagt seinen dritten Triumph bei Lüttich–Bastogne–Lüttich, ein Meilenstein, der seinen Status als prägende Figur der modernen Klassiker weiter festigen würde. Seine Strategie baut darauf, jeden Meter zu kennen – insbesondere die Passagen, an denen er eine entscheidende Attacke lancieren kann.
Remco Evenepoel bei der Streckenbesichtigung an der La Redoute
Remco Evenepoel bei der Besichtigung an der La Redoute 

Evenepoel trifft auf starke Konkurrenz

Der Belgier bekommt es nicht leicht. Zu seinen Hauptgegnern zählt der moderne Ausnahmekönner Tadej Pogacar. Ebenfalls im Gespräch ist das französische Ausnahmetalent und Mann der Stunde, Paul Seixas. Mit erst 19 Jahren hat er mit starken Auftritten überzeugt und reist zur Doyenne, um die Favoriten zu fordern.
Die Spannung steigt mit Blick auf Sonntag. Lüttich–Bastogne–Lüttich beschließt nicht nur den Kalender der Frühjahrsklassiker, sondern dient auch als Gradmesser für die Form der Aushängeschilder vor den Grand Tours.
In diesem Kontext gewinnt die Streckenbesichtigung strategische Bedeutung, weil sie den Fahrern erlaubt, die Vorbereitung zu verfeinern und ihre Taktik zu schärfen.
Remco Evenepoel bei der Besichtigung an der La Redoute vor Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026
Remco Evenepoel bei der Besichtigung an La Redoute vor Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026

Die Historie lächelt dem belgischen Star

Evenepoel, der bereits gezeigt hat, dass er dieses Rennen dominieren kann, wirkt entschlossen, von Beginn an die Bedingungen zu diktieren – noch bevor das Rennen richtig entflammt.
Seine doppelte Kursbesichtigung in den vergangenen Tagen unterstreicht einen akribischen, detailgetriebenen Aufbau. Mit seiner bekannten Zielstrebigkeit könnte ihn das zu dem ersehnten Ziel tragen: die Arme erneut auf der Zielgeraden in Lüttich zu heben.
Mit Pogacar in Topform, Seixas als möglicher Überraschung und sogar Tom Pidcock im Kreis der Anwärter könnte diese Auflage eine der umkämpftesten seit Jahren werden. Doch Evenepoels früher Besuch an der La Redoute macht eines klar: Er ist bereit, bis zum Ende zu kämpfen.
Am Sonntag fällt das Urteil der Straße.
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