„Wenn du drei Wochen im Peloton fährst, gelten plötzlich andere Regeln“ – Vingegaard-Helfer peilt Giro-Rückkehr an

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 05 Februar 2026 um 12:30
bartlemmen
Beim Medientag von Team Visma - Lease a Bike bestätigte das Team gegenüber CyclingUpToDate, dass Bart Lemmen zum Giro-d’Italia-Kader gehört - die „8“ steht bereits fest. Der Niederländer fuhr im vergangenen Jahr noch im Dienst des späteren Siegers Simon Yates, diesmal arbeitet er als Helfer für Jonas Vingegaard.
„Die UAE Tour ist ein wirklich cooles Rennen, aber ich wäre sie zweimal hintereinander gefahren. Es ist ein sehr spezielles Sprinterrennen, und dann gibt es die Anstiege... Das lässt sich nicht mit Europa vergleichen. Ich habe gesagt, dass ich das nicht mehr machen möchte“, erklärte Lemmen im Gespräch mit Wielerflits.

Grand Tours machen den Radsport spannend

Stattdessen startet Lemmen in dieser Woche bei der Muscat Classic und der Tour of Oman. Danach steigt er mit Paris-Nizza in die spezifische Giro-Vorbereitung ein, gefolgt von der Volta a Catalunya und einem Höhentrainingslager mit jener Gruppe, die später die Bergetappen beim Corsa Rosa bestreiten wird.
Der Niederländer blickt auf eine ungewöhnliche Profikarriere zurück: Er wurde spät Profi und fährt erst seit 2024 in der WorldTour. Dennoch überzeugte er sofort. Bei seinem Debüt beim Tour Down Under belegte er Rang fünf und rückte aufgrund zahlreicher Verletzungen im Team sogar in die Tour-de-France-Auswahl auf. Dort sammelte er bereits wertvolle Erfahrung an der Seite von Vingegaard, der in diesem Jahr als Topfavorit für den Giro gilt.
„Das macht am Radsport am meisten Spaß. Dass man auf so vielen Ebenen konkurrieren kann. Wenn man drei Wochen im Peloton fährt, gelten plötzlich andere Regeln“, sagt Lemmen. „Das ist so anders als ein Eintagesrennen. Ich glaube, das liegt mir relativ gut. Jedes Mal war die letzte Woche meine beste auf dem Rad. Wir haben so viele positive Erinnerungen an den letzten Giro; das würde ich gern wieder erleben.“
Im Hochgebirge unterstützt Lemmen gemeinsam mit Sepp Kuss, Davide Piganzoli und Wilco Kelderman den Dänen. Er hat längst bewiesen, dass er das Niveau für einen starken Job im WorldTour-Peloton mitbringt. Neben diesem großen Ziel hofft er 2026 auch andernorts auf seinen ersten Profisieg - vielleicht schon in dieser Woche im Nahen Osten.
„Ich hoffe immer, irgendwo zu punkten. Letztes Jahr hat es leider nicht geklappt. Wieder ein zweiter Platz, diesmal bei der Tour of Slovakia. Mir ist egal, welches Rennen es ist. Ich bin so glücklich, für das Team zu fahren, und ich genieße es einfach, ein-, zwei- oder dreimal im Jahr meine eigene Chance zu bekommen. Ich zeige jedes Mal, dass ich ganz nah dran bin, aber es wäre schön, wenn ich auch mal die Hände heben könnte“, schloss Lemmen.
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