Wir blicken auf die 3. Etappe der
Tour Down Under am 23.01., mit einem angesetzten Start um 02:10 CET und Ziel gegen 05:10 CET.
Nach der Dominanz von UAE in Uraidla sollte der Tag im Sprint enden, doch die Strecke enthält einige Anstiege, die für Überraschungen sorgen könnten.
Die dritte Etappe ist im Rennen relativ neu und führt von Henley Beach nach Nairne. Das Profil liegt den Sprintern, kann aber mit einem harten Beginn und kleineren Wellen über den Tag auch anders ausgehen. Die Distanz könnte zudem eine Fluchtgruppe begünstigen.
Gleich zu Beginn warten zwei Anstiege von über 2 Kilometern bei 6%. Mit den bereits entstandenen Abständen erhalten mehr Fahrer Angriffsfreiheiten, ob sie diese nutzen, bleibt offen. Der frühe Anstieg nach Wickham Hill misst 2,9 Kilometer bei 7%. Er liegt nicht nah genug am Ziel, um entscheidend zu sein, kann aber den Beinen mancher Sprinter zusetzen.
Danach geht es ständig hügelig weiter bis ins Finale in Nairne. Klare Angriffspunkte gibt es nicht, dennoch könnten einige Sprinter nach harter Vorarbeit angeschlagen im Finale ankommen, zumal 3 Kilometer vor dem Ziel noch eine kurze Kuppe wartet.
Etappe 3: Henley Beach - Nairne
Etappe 3: Henley Beach - Nairne, 140,8 Kilometer
Das Wetter
Karte der 3. Etappe der Tour Down Under 2026
Der Wind spielt eine kleinere Rolle, doch die Hitze nimmt zu. Temperaturen jenseits der 30 Grad werden vielen das Rennen spürbar erschweren.
Die Favoriten
Matthew Brennan – Vieles spricht für einen Massensprint: Aggressives Racing ist bei der
Tour Down Under selten, und die Anstiege sind moderat. Einige Teams werden dennoch Druck machen, darunter Visma. Brennan sollte die Berge verkraften, und im Sprint zeigte er in Tanunda Top-Speed, es fehlte nur die Positionierung.
Sam Welsford – Für ihn könnte dies der Schlüsseltag sein. Der Australier steht unter Druck: Es ist wohl seine letzte Chance in einem Rennen, in dem er zuletzt den größten Einfluss hatte. Die Endgeschwindigkeit passt, doch je härter die Etappe, desto schwieriger wird es gegen starke Konkurrenz.
Tobias Lund Andresen – Sein Sieg in Tanunda basierte vor allem auf besserer Positionierung gegenüber den beiden oben, völlig legitim und ein valider Weg zum Erfolg. Eine Wiederholung ist möglich, zudem kommt er mit Anstiegen gut zurecht.
Bisher gab es nur einen Sprint, einige schnelle Männer konnten ihre Form gar nicht zeigen. Morgen bleibt Neuland für manche – und die letzte Gelegenheit für viele. Fahrer wie Juan Sebastián Molano oder Alberto Dainese bringen große Endschnelligkeit mit und müssen sie in Nairne ausspielen, sonst bleibt die Bilanz mager. Ich erwarte hohes Risiko, vor allem, wenn die Etappe ruhig verläuft und das Feld frisch ins Finale kommt.
Danny van Poppel und Ethan Vernon stechen heraus: Tempo, Anfahrer, und bereits ein starkes Resultat in Tanunda. Beide wollen hier siegen, und auch in Stirling könnten sie vorne dabei sein.
Casper van Uden, Tim Torn Teutenberg, Aaron Gate, Maikel Zijlaard, Luke Lamperti, Lionel Taminiaux, Jensen Plowright und Liam Walsh sind ebenfalls Kandidaten, um die Top-Sprinter zu fordern und im Finale mitzumischen.
Prognose Tour Down Under 2026 Etappe 3
*** Matthew Brennan,
Sam Welsford** Tobias Lund Andresen, Danny van Poppel, Ethan Vernon
* Juan Sebastian Molano, Alberto Dainese, Tim Torn Teutenberg, Casper van Uden, Maikel Zijlaard, Luke Lamperti, Jensen Plowright, Lionel Taminiaux, Liam Walsh
Tipp: Matthew Brennan
Wie: Massensprint.
Original: Rúben Silva