Jonas Vingegaards Hoffnung auf den dritten Tour-de-France-Titel endete tragisch, als der Däne auf der 15. Etappe der Ausgabe 2026 mit einem
Schlüsselbeinbruch stürzte. Nun glaubt Ex-Bergkönig der
Tour de France Michael Rasmussen, dass der Kapitän von
Team Visma | Lease a Bike womöglich nie wieder aufs Podium der größten Rundfahrt zurückkehrt.
Eine jüngere Generation rückt nach
Als Experte bei
Viaplay Sports News stellte Rasmussen die Frage, ob Vingegaard in den kommenden Jahren noch mit
Tadej Pogacar und einer aufstrebenden Generation von Grand-Tour-Anwärtern konkurrieren kann.
„Es kann gut sein, dass wir
Jonas Vingegaard zum letzten Mal auf dem Podium der Tour de France gesehen haben“, sagte Rasmussen.
Der frühere dänische Profi stützte seine Einschätzung auf die Eindrücke vor Vingegaards Sturz und argumentierte, der zweifache Toursieger habe die Antritte Pogacars in diesem Jahr schlicht nicht parieren können.
Während Rasmussen Vingegaards künftige Tour-Ambitionen skeptisch sah, zeigte er sich deutlich optimistischer in Bezug auf Pogacars Perspektiven.
Der Slowene holte 2026 seinen fünften Tour-de-France-Titel und liegt aus Rasmussens Sicht weiterhin klar vor dem restlichen Peloton. „Fast bis zu seinem Karriereende, würde ich sagen. Hinter ihm klafft eine enorme Lücke, die erst geschlossen werden muss.“
Er ist überzeugt, dass der Abstand zwischen Pogacar und dem Feld deutlich größer ist als die Differenzen unter den weiteren Podiumsanwärtern. „Die Lücke zwischen dem Ersten und dem Zweiten ist viel, viel größer als zwischen dem Zweiten, Dritten und Vierten.“
Eine ungewisse Rückkehr
Vingegaard stand seit seinem Debüt 2021 jedes Jahr auf dem Podium der Tour de France, gewann zweimal (2022 und 2023) und wurde 2024 sowie 2025 Zweiter.
Nach seinem Sturz auf Etappe 15 ist der 29-Jährige mit gebrochenem Schlüsselbein außer Gefecht. Wann er ins Renngeschehen zurückkehrt und welches Ziel er als Nächstes ansteuert, ist offen.