Vorerst gilt Mathieus van der Poels Fokus vollständig der Cross-Saison 2025/26. Der Niederländer jagt beim anstehenden WM-Rennen in Hulst sein achtes Regenbogentrikot, womit er den Rekord brechen würde, den er aktuell mit Erik De Vlaeminck teilt – beide stehen bei sieben Titeln. Doch denkt er schon an die Straße.
Van der Poel erwägt früheren Straßeneinstieg – Omloop als Option
Die Straßensaison hat technisch bereits begonnen. Sie startete am Dienstag, 20.01., mit dem Prolog der Tour Down Under 2026,
gewonnen von Samuel Watson (INEOS Grenadiers). Und während Van der Poels Kopf noch im Matsch steckt, muss er parallel planen, wie er mit Alpecin-Premier Tech die Straßensaison angeht – mit Milano–Sanremo und Paris–Roubaix als Hauptzielen.
Nach seinem dominanten Sieg im Weltcup von Benidorm wurde Van der Poel von WielerFlits zum Auftakt seiner Straßenkampagne befragt. Seine Antworten fielen vorsichtig und abgewogen aus, reichten aber, um die Gerüchteküche zu befeuern – besonders mit Blick auf die Kopfsteinpflaster-Klassiker.
Der Fahrer von Alpecin-Premier Tech schloss einen früheren Start als üblich nicht aus. Behutsam deutete er an, dass der
Omloop Het Nieuwsblad am 28.02. eine der Optionen sei, die er prüfe.
„Ich habe ihn im Kopf, aber entschieden ist noch nichts“, sagte er – weder eine Zusage noch eine Absage. Ein kurzer Satz, der dennoch für Spannung sorgt.
Es wäre kein gewöhnliches Rennen. Der
Omloop Het Nieuwsblad gilt traditionell als Auftakt der belgischen Klassikersaison und als erster echter Test auf dem Pflaster. Die Strecke enthält mehrere ikonische Abschnitte der Flandern-Rundfahrt, dem Monument, das rund sechs Wochen später ausgetragen wird. Wer den Omloop fährt, bekommt somit früh einen Vorgeschmack auf das härteste Pavé des Kalenders.
Die Rivalität mit Wout van Aert
Der Reiz liegt auf der Hand.
Wout van Aert, sein großer Rivale, steht mit Team Visma | Lease a Bike am Start und hat den
Omloop Het Nieuwsblad als Saisonbeginn bestätigt. Die Aussicht auf ein frühes Duell der beiden erhöht die Spannung zusätzlich.
Garantiert ist dieses Aufeinandertreffen dennoch nicht. Van der Poel beginnt seine Straßensaison üblicherweise bei Milano–Sanremo am 21.03., eine Strategie, die zuletzt gut für ihn funktionierte. Ein Start in Belgien wäre ein signifikanter Kurswechsel, der seinen Auftakt um fast einen Monat vorziehen und den restlichen Aufbau beeinflussen würde.
Vorläufig bleibt alles Spekulation, genährt von einer Aussage, die so vorsichtig wie vieldeutig war. Klar ist: Sollte
Mathieu van der Poel seinen gewohnten Fahrplan ändern, könnten die Pflasterklassiker einen früheren und explosiveren Saisonauftakt erleben als sonst.