Umfrage: Die Fahrerin des Jahres 2025: Deine Stimme entscheidet! Jetzt teilnehmen bei den RadsportAktuell Awards
Radsport
Das Frauenpeloton hat 2025 eine Saison für die Geschichtsbücher geliefert: Grand Tours, die um Sekunden entschieden wurden, die erste französische Tour-Siegerin, historische Triumphzüge bei den Klassikern und junge Talente, die sich in Rekordzeit zu echten Protagonistinnen entwickelt haben. Dominante Sprinterinnen, technische Meisterinnen im Gelände und Ausnahmekletterinnen, die das Gesamtklassement auf den Kopf stellten – diese sechs Fahrerinnen haben den Sport geprägt wie wenige zuvor.
Wir haben die sechs herausragenden Persönlichkeiten nominiert, die das Jahr 2025 auf höchstem Niveau definiert haben. Jetzt sind Sie am Zug: Wer wird Fahrerinnen des Jahres bei den RadsportAktuell.de End of Year Awards?
Demi Vollering (FDJ - Suez): 11 Siege
Kaum eine Fahrerin stand 2025 so häufig auf dem Podium wie sie. Demi Vollering lieferte ein Lehrstück an Konstanz über die gesamte Saison hinweg: Ein souveräner Triumph bei den Strade Bianche – mit ihrer typischen Mischung aus Kontrolle und perfekt gesetztem Angriff am Schlussanstieg nach Siena – dazu ein weiterer Grand-Tour-Sieg bei der Vuelta. Im Spätsommer krönte sie ihre Erfolge mit dem Europameistertitel im Straßenrennen und beendete das Jahr als Nummer eins der UCI-Weltrangliste.
Vollering war in allen großen Momenten präsent, kombinierte taktische Cleverness mit einem Allround-Motor, dem im Peloton kaum jemand etwas entgegensetzen kann. Eine Saison ohne Schwachpunkte – von einer der prägenden Figuren des modernen Frauenradsports.
Eine komplette Athletin auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – und eine, die eindrucksvoll bewiesen hat, warum sie die Fahrerin ist, an der sich alle anderen messen müssen.

Vollering gewann 2025 den Europameistertitel
Marlen Reusser (Movistar Team): 11 Siege
Der lang ersehnte Weltmeistertitel war der strahlende Mittelpunkt von Marlen Reussers Saison 2025: In Kigali holte sie sich im Zeitfahren endlich das Regenbogentrikot – ein Triumph, den viele längst für überfällig hielten. Jahrelang war sie die verlässlichste Spezialistin der Disziplin, ohne sich je mit dem begehrten Trikot schmücken zu dürfen. Nun nutzte die Schweizerin die große Bühne und ließ keinen Zweifel daran, wer die Beste im Kampf gegen die Uhr ist.
Doch 2025 war für Reusser weit mehr als ein einzelner Höhepunkt. Sie eröffnete das Jahr mit einem dominanten Zeitfahrsieg, glänzte bei Etappenrennen und fuhr beim Giro d’Italia Women auf einen eindrucksvollen zweiten Platz. Immer wieder stellte sie unter Beweis, dass sie weit mehr ist als „nur“ eine Zeitfahrmaschine – und dass ihr roher Leistungsmotor dem gesamten Feld voraus ist. Egal ob als Solistin oder als unverzichtbare Teamstütze: Wenn pure Kraft gefragt war, führte kein Weg an ihr vorbei.
Eine Saison der späten Gerechtigkeit – und der endgültige Beweis, dass eine der respektiertesten Fahrerinnen im Peloton nun auch die Titel trägt, die sie verdient.
Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ): 9 Siege
Elisa Longo Borghini setzte ihre Regentschaft beim Giro d’Italia Women mit Stil fort: Mit einem erneuten, hart erkämpften Gesamtsieg verteidigte sie das maglia rosa und knüpfte nahtlos an ihren Triumph von 2024 an. Die italienische Meisterin trotzte den Angriffen der besten Kletterinnen der Welt – über steile Alpenpässe, anspruchsvolle Abfahrten und entscheidende Zeitfahrkilometer – und bestätigte einmal mehr ihren Status als verlässlichste Grand-Tour-Fahrerin des Frauenradsports.
Konstanz war ihr größtes Kapital: Bei Etappenrennen verpasste sie kaum ein Podium und war in den wichtigsten Momenten immer genau dort, wo es zählte. Für eine Athletin, die längst zu den Legenden ihrer Generation zählt, war 2025 ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Dauerhaftigkeit und Spitzenklasse perfekt miteinander harmonieren können.
Ein Jahr, das zeigte: Longo Borghini bleibt die Benchmark im Kampf ums Rosa.

Longo Borghini holte 2025 ihren zweiten Giro-Titel in Folge
Lorena Wiebes (Team SD Worx - Protime): 25 Siege
Die schnellste Frau im Peloton hat ihren Platz auf dem Sprintthron 2025 eindrucksvoll bestätigt. Lorena Wiebes sammelte Sieg um Sieg – über die gesamte Saison hinweg. Ihr größter Moment: Milano–Sanremo Women. Bei der Rückkehr des Monument-Klassikers in den Frauenkalender setzte sie sich im prestigeträchtigsten Sprint des Jahres durch und schrieb damit Geschichte.
Doch damit war es längst nicht getan: Mehrere Etappensiege und der Gewinn der Punktewertungen sowohl beim Giro d’Italia Women als auch bei der Tour de France Femmes unterstrichen ihre anhaltende Vormachtstellung. Während die Kräfteverhältnisse in der Gesamtwertung von Jahr zu Jahr schwanken, bleibt ihre schiere Geschwindigkeit eine Konstante – eine ganz eigene Form der Dominanz.
In einer anderen Ära hätte sie die Trophäe für die Fahrerin des Jahres wohl längst sicher gehabt. 2025 jedoch zeigt vor allem eines: Wiebes bleibt das Maß aller Dinge, sobald die Ziellinie in Sicht kommt.
Pauline Ferrand-Prevot (Team Visma | Lease a Bike): 4 Siege
Ein Jahr, das sich wie die Erfüllung eines lange prophezeiten Schicksals anfühlte. Pauline Ferrand-Prévot kehrte vollständig in den Straßenkalender zurück – und wie. Zuerst triumphierte sie bei Paris–Roubaix Femmes: ein Solosieg auf den brutalen Pavés, wie ihn nur ganz große Champions zustande bringen. Danach krönte sie ihre Rückkehr mit dem Gesamtsieg bei der Tour de France Femmes – und schrieb Geschichte als erste Französin, die das Rennen seit seiner modernen Wiedergeburt gewann.
Ihre Saison war sportlich überragend und erzählerisch perfekt: Eine Multidisziplin-Ikone, die in den hellsten Scheinwerfern erneut glänzt und in der Heimat zur Symbolfigur des französischen Radsportstolzes aufsteigt.
2025 war das Jahr, in dem Ferrand-Prevot endgültig zeigte:
Legenden sind nicht nur Teil der Vergangenheit – sie fahren immer noch.

Ferrand-Prévot hat bei der Tour de France Femmes ein historisches Maillot Jaune gewonnen
Maeva Squiban (UAE Team ADQ): 2 Siege
Der Star, der 2025 den Durchbruch schaffte und vom stillen Talent zur Tour-de-France-Sensation wurde: Shirin Squiban beeindruckte im Juli mit einer offensiven Brillanz, die ihresgleichen suchte. Mehrere bergige Etappensiege in Folge gegen die Elite machten sie zur neuen französischen Hoffnung auf der Tour.
Auf den steilsten Straßen und unter den hellsten Lichtern bewies sie ihr Können und prägte damit das Frauenpeloton nachhaltig. 2025 war das Jahr, in dem Squiban ihr Niveau anhob und alle aufhorchen ließ – eine Fahrerin, die das Feld erzittern ließ und zum Synonym für Angriffslust und Talent wurde.
Wer bekommt Ihre Stimme?
Von Regenbogenstreifen bis zu historischen Monumenten – die Frauensaison 2025 war voller Heldinnen. Jetzt liegt es an Ihnen: Wer ist Ihre Fahrerin des Jahres?
Geben Sie unten Ihre Stimme ab und entscheiden Sie, welche Athletin die Saison am stärksten geprägt hat.
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- Also bitte, 1 MRT und man weiß bescheid. Vorausgesetzt die Ärzte sind keine Vollpfosten. Ich schreibe das, weil schon wieder PPNl das Thema ist.Wurm30-10-2026
- Wer ist Kimi Antonelli und hat Mercedes jetzt ein Radteam?Wurm29-10-2026
- Sorry für meine Vertipper. Seltsam, dass man nichtmal 5 Minuten lang editieren kann.Wurm25-10-2026
- Ich bon etwas verwirrt, das ganze Jahr hieß es "Ineos hat mit Netcompany nen 100 Millionen Euro Fisch an Land gezogen. Plus das Total Enerfie Geld sollte doch genug vorhanden sein. Oder hat ne absurde Ablöse für Onley alles verbraucht? Dann sollte dwe Verantwortliche evtl gehangen werden ;)Wurm25-10-2026
- Hoffe sie setzen sich durch, ist überfällig und so kann's ja echt nicht weitergehen.Bonos10-10-2026
- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026









