Die ersten drei Etappen der Tour de France 2027 sind bekannt. Die Grand Tour kehrt für den Grand Départ nach Großbritannien zurück, mit Auftakt in Schottland; zudem führen je eine Etappe durch England und Wales.
Tour de France 2027 – erste Etappen in Schottland, England, Wales
Der Grand Départ in Edinburgh war lange gesetzt, nun liegen auch die Profile der ersten drei Etappen vor – und die Rundfahrt nimmt Konturen an.
Etappe 1 startet in Schottlands Hauptstadt Edinburgh, wo der Grand Départ stattfindet. Der Auftakt ist eine Sache für die Sprinter, ein flacher Kurs führt das Feld hinunter nach England und ins Ziel nach Carlisle.
Etappe 2 verläuft vollständig auf englischem Terrain: 223 Kilometer von Keswick nach Liverpool. Auch hier spricht vieles für einen Sprint, allerdings mit mehr Höhenmetern und längerer Distanz.
Etappe 3 findet innerhalb der walisischen Grenzen statt und wird zur ersten wichtigen Prüfung für die Gesamtwertung. Von Welshpool nach Cardiff warten 223 Kilometer, 3.000 Höhenmeter und kurz vor dem Ziel der Anstieg zum Caerphilly Mountain.
2028 beginnt die Tour wieder in Frankreich – eine der wenigen Ausnahmen in diesem Jahrzehnt. Ein Start im Grand Est gilt als sehr wahrscheinlich, mit Reims als Favorit für den Auftakt. 2029 ist der Start in der Tschechischen Republik vorgesehen, wobei Slowenien und Luxemburg ebenfalls starke Bewerbungen für 2028 oder 2029 eingereicht haben.
Profile der ersten Etappen der Tour de France 2027
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.