Die Strecke der 61. Tirreno–Adriatico ist enthüllt und markiert die Rückkehr zu einer klassischen Rennführung. Das Rennen der zwei Meere, terminiert für 09.03. bis 15.03., verzichtet dieses Jahr auf eine Hochgebirgsankunft. Stattdessen setzen die Organisatoren auf steile „Muri“ und Schottersektoren.
Die Präsentation fand am Freitag in Ancona, Italien, statt. Auch ohne die traditionellen langen Anstiege wird die Rundfahrt physisch härter als im Vorjahr. Die Gesamt-Höhenmeter betragen 15.550, also über 1.000 mehr als in der Ausgabe 2025.
Die Woche im Überblick
Die Route folgt der traditionellen Achse von der tyrrhenischen Küste zur Adria und durchquert fünf Regionen.
- Etappe 1 (Einzelzeitfahren): Wie gewohnt beginnt das Rennen in Lido di Camaiore mit einem flachen Einzelzeitfahren über 11,5 Kilometer. Hier wird der erste Träger der Maglia Azzurra ermittelt.
- Etappe 2 (Gravel): Es geht in die Toskana. Das Finale in San Gimignano umfasst einen 5,3 Kilometer langen „sterrato“-Sektor und eine steile Schlussrampe mit 15%.
- Etappe 3: Eine lange Überführungsetappe über 225 Kilometer von Cortona nach Magliano de’ Marsi.
- Etappe 4: Der Tag führt ins Gebirge mit dem Valico delle Capannelle, doch die Entscheidung fällt spät. Im Finale wartet die „Mauer“ von Tortoreto mit bis zu 20%, die jedoch rund 8 km vor dem Ziel endet.
- Etappe 5: Ein unerbittlicher Tag ohne flache Abschnitte. Im Zielrundkurs von Mombaroccio steht der steile Anstieg zum Santuario del Beato Sante an.
- Etappe 6: Vermutlich der Königstag. Der berühmte Sassotetto wird zur Rennmitte überquert, die Entscheidung fällt auf einem brutalen Rundkurs in Camerino. Er beinhaltet den Muro della Madonna delle Carceri mit Steigungen bis 18%.
- Etappe 7: Der Abschluss bildet die traditionelle flache Sprintetappe in San Benedetto del Tronto.
Juan Ayuso gewann 2025 die Tirreno–Adriatico vor Ganna und Tiberi
Ein selektives Rennen
Stefano Allocchio, Renndirektor von RCS Sport, betonte, dass der Verzicht auf eine Hochgebirgsankunft keineswegs ein einfaches Rennen bedeutet. „Die Strecke der 61. Tirreno–Adriatico entspringt dem Wunsch, zur Tradition dieses Rennens zurückzukehren, das über die Jahre auch ohne Bergankünfte stets äußerst selektiv war“, erklärte Allocchio. „Wir haben einen harten Parcours gebaut, mit Etappen über 3.500–4.000 Höhenmetern, der große Vielseitigkeit verlangt.“
„In diesem Sinne ist die Marken-Region erneut ein zentrales Element des ‚Rennens der zwei Meere‘ und bietet den idealen Rahmen für die entscheidenden Abschnitte. Wir erwarten ein Weltklasse-Starterfeld, im Einklang mit der Historie eines Rennens, das traditionell ein Jagdrevier für Fahrer ist, die auf den prestigeträchtigsten Bühnen der Saison, in den Klassikern wie bei den Grand Tours, prägen.“
Da Titelverteidiger
Juan Ayuso auf einen Start verzichtet, dürfte der Kampf um seine Nachfolge offen und umkämpft werden.
Primoz Roglic und Isaac del Toro sind die größten angekündigten Namen, Matteo Jorgenson führt Visma an.
Jonathan Milan,
Wout van Aert und Arnaud de Lie sind die Top-Sprinter im Feld.