Mission erfüllt für
Wout van Aert. Die Geschichtsbücher werden ihn nicht länger als den nie gekrönten Dauphin der Pflaster-Monumente führen, auch wenn ein Sieg bei der Flandern-Rundfahrt in der Palmares des Belgiers fehlt. Aber wen kümmert’s? Van Aert hat Paris–Roubaix gewonnen,
im direkten Duell der Superstars gegen Weltmeister Tadej Pogacar.
Nach dem Rennen gönnte sich van Aert eine Wettkampfpause, teils auch weg vom Rad, um Zeit mit der Familie zu verbringen und den Triumph auszukosten. Auf Instagram teilte er Einblicke: eine kopfsteinförmige Schokotorte, sonnige Auszeit und Mini-Kopfsteine von seinen beiden Söhnen.
Ein Monat ist seit dem diesjährigen Paris–Roubaix vergangen, und es dauert noch einen weiteren, bis van Aert wieder auf der Straße zu sehen sein wird. Gravel-Fans bekamen jedoch bereits einen Vorgeschmack auf seine Form: Er siegte beim UCI-klassifizierten Marly Gravel Race in den Niederlanden, vor dem Gravel-Weltmeister, Pogacars Teamkollegen Florian Vermeersch, und einer ganzen Reihe starker Straßen- und Cross-Profis.
Zum näheren Programm: Der nächste Start des 31-Jährigen ist bei der Tour Auvergne–Rhône–Alpes (07.–14.06.) geplant, als letzter Härtetest vor der Tour de France im Juli. Weiter voraus steht van Aert auf der vorläufigen Startliste der Vuelta a España, und ein Start bei den Weltmeisterschaften in Montreal gilt für den Visma | Lease a Bike-Star ebenfalls als sehr wahrscheinlich.