„Der Giro ist noch lang“: Guillermo Thomas Silva verabschiedet sich vom Rosa Trikot, richtet den Blick aber auf eine neue Etappensieg-Chance

Radsport
Mittwoch, 13 Mai 2026 um 8:00
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Guillermo Thomas Silva hat geschafft, was vor ihm noch keinem uruguayischen Radprofi gelungen ist: eine Giro d’Italia-Etappe gewinnen, das Maglia Rosa erobern und weltweit auf den Titelseiten der Sportpresse erscheinen. Eine bemerkenswerte Entwicklung des 24-Jährigen, der vor drei Jahren noch Amateur war und nun im grellen Licht der größten Radsport-Bühne stand.
Doch auch Märchen enden irgendwann. Als Silva die Giro-Führung übernahm, stellte sich sofort die Frage: „Wie lange kann er das Trikot halten?“ Viele Experten tippten auf die 7. Etappe mit Ziel am Blockhaus als Silvas unvermeidlichen Schwanengesang, während bereits die Etappen 4 und 5 den XDS Astana-Fahrer fordern würden.
Und obwohl die erste Etappe zurück auf italienischem Boden mit einem großen Anstieg 40 Kilometer vor dem Ziel zunächst verteidigbar schien, hatte das Movistar Team andere Pläne. Für ihren vielseitigen Sprintkapitän Orluis Aular drückten sie ein Höllentempo und reduzierten das Feld auf nur 40 Fahrer. Dieses Tempo war für Silva zu hoch:
„Ehrlich gesagt war das Tempo am Anfang sehr hoch“, sagte Silva im Ziel im Interview mit Cycling Pro Net. „In dem Moment waren meine Beine nicht die besten und ich konnte vorne nicht mehr mitgehen.“
Der Uruguayer machte keinen Hehl daraus, dass es nicht sein Tag war, und ließ kurz nach Sprintern wie Paul Magnier oder Jonathan Milan abreißen. Damit verabschiedete er sich vom Rosa Traum der vergangenen drei Tage und rollte 12 Minuten hinter Etappensieger Jhonatan Narvaez ins Ziel.
„Ich glaube einfach, es war nicht mein Tag, aber der Giro hat ja gerade erst begonnen. Es ist die vierte Etappe, es liegt also noch viel Giro vor uns. Wir werden weiterkämpfen.“

Zurück im Etappenjagd-Modus

Silva erinnert daran, dass sein Ziel bei diesem Giro von Beginn an Etappensiege waren, nicht das Gesamtklassement. Schon morgen in Etappe 5 bietet sich eine gute Gelegenheit, auch Etappe 8 dürfte er sich dick im Kalender markiert haben: „Jetzt geht’s ans Eingemachte, oder? Auf der Suche nach Etappensiegen spielt viel Glück mit“, betont er.
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