Ein später Sturz auf den letzten Metern der
Classic Var hat
Simone Velasco zur Aufgabe der
Tour des Alpes-Maritimes gezwungen und der Frankreich-Kampagne des
XDS Astana Team früh einen Dämpfer versetzt.
Velasco stürzte in den Schlussmetern der
Classic Var, als er in Position war, den Sprint zu fahren, und konnte dadurch keinen finalen Vorstoß mehr setzen. Keine 24 Stunden später bestätigte das Team, dass der Italiener nicht zum Start der Rundfahrt antreten wird.
In einem offiziellen medizinischen Update teilte das XDS Astana Team mit, dass keine Frakturen festgestellt wurden, Velasco jedoch eine rechtsseitige perirenale Kontusion erlitten hat. Das Team ergänzte, er fühle sich insgesamt gut, werde aber im Aufgebot durch Marco Schrettl ersetzt.
Eine perirenale Kontusion bezeichnet eine Prellung im Nierenbereich, meist durch heftige Krafteinwirkung verursacht. Auch wenn die Bildgebung Knochenbrüche ausgeschlossen hat, können solche Verletzungen schmerzhaft sein und Vorsicht erfordern, besonders so kurz nach einem Hochgeschwindigkeitssturz.
Umbau im Aufgebot während eines wichtigen Frankreich-Blocks
Velasco war ursprünglich Teil einer schlagkräftigen Formation für die Tour des Alpes-Maritimes neben Christian Scaroni, Alberto Bettiol, Diego Ulissi, Nicolas Vinokurov, Thomas Silva und Clement Champoussin. Seine Stärke auf welligem Terrain und sein Sprint aus reduzierten Gruppen machten ihn über beide Etappen zu einer wertvollen taktischen Option.
Seine Absenz verlagert zusätzliche Verantwortung auf Fahrer wie Bettiol und Ulissi, während Schrettl kurzfristig die entstandene Lücke schließt.
Das Timing ist für Fahrer und Team unglücklich. Velasco war bei der Classic Var in Position für den Sprint, ehe der Sturz seine Chancen beendete, was auf eine wettbewerbsfähige Form zum Auftakt des Frankreich-Blocks hindeutete.
Da keine Frakturen festgestellt wurden, wirkt der Ausblick mittelfristig stabil. Die unmittelbare Auswirkung ist jedoch klar: Das XDS Astana Team geht ohne einen seiner vielseitigsten Hügel-Finisher in die Tour des Alpes-Maritimes und ist nach einem dramatischen Finale in Frankreich zu einem frühen Umbau im Kader gezwungen.