Jason Tesson setzte einen perfekt getimten Sprint und gewann die dritte Ausgabe der
Classic Var, nachdem in Brignoles eine nervöse Verfolgung die Tagesflucht in den Schlusskilometern gestellt hatte.
Die Classic Var entschied sich nach 176,6 Kilometern komplett in Provence-Alpes-Côte d’Azur in einem schnellen, leicht welligen Finale. Mit fast 1.900 Höhenmetern und einem späten Ziehharmonikaeffekt zählten am Ende Positionierung und Timing mehr als reine Kletterstärke.
Tesson, für
TotalEnergies unterwegs, setzte sich auf den letzten 300 Metern klar ab und holte den Sieg.
Dahinter wurde Tord Gudmestad vom Decathlon CMA CGM Team Zweiter, Rick Pluimers vom Tudor Pro Cycling Team komplettierte das Podium. Vorab-Favorit Phil Bauhaus kam auf Rang fünf.
Ausreißer gestellt, Sprintzüge greifen durch
Am Nachmittag balancierte das Rennen lange zwischen Fluchtverteidigung und reduziertem Massensprint. Der Vorsprung der Ausreißer pendelte in den letzten 20 Kilometern bei 20 bis 30 Sekunden, ehe eine koordinierte Verfolgung alles zusammenschob.
Mehrere Teams investierten voll in die Nachführarbeit, darunter Bahrain - Victorious, Decathlon CMA CGM Team, Lotto Intermarché und XDS Astana Team. Als das Gummiband riss, sortierte sich das Feld rasch neu.
Tudor Pro Cycling Team brachte in den letzten zwei Kilometern vier Fahrer nach vorn, während Lotto Intermarché versuchte, Milan Menten und Mathieu Kockelmann zu positionieren. Decathlon CMA CGM eröffnete früh über Pierre Gautherat, doch damit tat sich eine Lücke auf.
Tesson wartete ab. Auf der leicht ansteigenden Zielgeraden und in die Länge gezogener Formation lancierte er entschlossen und hielt den späten Antritt von Gudmestad ab, um den Sieg zu sichern.