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Tour des Alpes Maritimes 2026 steigt am 22.02.2026 und kehrt zum Eintagesformat zurück. Damit erhalten Kletterer und Klassiker-Spezialisten im dicht gefüllten französischen Februar-Kalender die Chance auf einen prestigeträchtigen Sieg. Wir werfen einen Blick auf das Profil.
In den vergangenen Jahren teilten die Organisatoren die Tour des Alpes Maritimes et du Var auf, die Classic Var steht inzwischen als eigenes Rennen. Die Tour des Alpes Maritimes konzentriert sich nun ausschließlich auf den Südosten Frankreichs und führt das Erbe des traditionsreichen Events fort. Die Premiere datiert auf 1969 - gewonnen von keinem Geringeren als Raymond Poulidor, einem der größten Franzosen seiner Generation.
Von Poulidor bis Scaroni - große Namen, schwere Kilometer
Das Rennen markierte häufig den Auftakt des internationalen Radsportkalenders und führt zahlreiche große Namen in seiner Siegerliste, darunter Joop Zoetemelk, Bernard Thevenet, Sean Kelly sowie Laurent Jalabert, der gleich zweimal triumphierte. Auch im 21. Jahrhundert verlor die Ehrenliste nichts von ihrem Glanz: Philippe Gilbert schrieb sich früh in seiner Karriere im Jahr 2025 als Sieger ein.
Filippo Pozzato, Davide Rebellin, Thomas Voeckler und Thibaut Pinot stehen ebenfalls im Palmarès des Rennens. In diesem Jahrzehnt gewann Nairo Quintana die Gesamtwertung 2020 und 2022. 2025 holte Christian Scaroni den Sieg in der zweitägigen Rundfahrt vor Santiago Buitrago und Lenny Martinez.
Profil: Villefranche-sur-Mer - Biot
Villefranche-sur-Mer - Biot, 155 Kilometer
Das Profil erinnert an eine klassische Hügelprüfung mit zahlreichen Anstiegen unterschiedlicher Länge und Steilheit - beste Voraussetzungen für ein chaotisches Rennen. Der Start erfolgt in Villefranche-sur-Mer. Obwohl das Rennen nur 155 Kilometer misst, beginnt das Klettern praktisch bei Kilometer 0 und summiert sich auf rund 2900 Höhenmeter. Gleich zu Beginn wartet ein 7,4 Kilometer langer Anstieg mit fünf Prozent im Schnitt - der Col d'Eze von seiner leichteren Seite.
Mehrere längere Anstiege münden schließlich in den Anstieg nach Gourdon: 11,8 Kilometer bei 4,6 Prozent. Nicht übermäßig hart, aber „ein Abschnitt, auf dem die reinen Kletterer das Feld bereits unter Druck setzen dürften“. Danach wird das Rennen deutlich explosiver, mit einer Abfolge kurzer, giftiger Rampen. Das Finale kennen Fahrer aus Paris-Nice bestens: Biot richtete diesen Schlussteil bereits aus - inklusive eines kleinen Schlussanstiegs von 1,6 Kilometern bei etwas über fünf Prozent, der direkt auf der Ziellinie endet.