Der verspätete Saisoneinstieg 2026 von Victor Lafay hat eine weitere Wendung genommen: Der Franzose muss seine lang erwartete Rückkehr ins Rennen erneut verschieben, da eine Erkrankung seine Frühphase weiter durcheinanderbringt.
Der Fahrer der Unibet Rose Rockets ist in diesem Jahr noch nicht gestartet, obwohl er für mehrere Auftaktrennen vorgesehen war. Sein Programm wurde immer wieder nach hinten verlegt, weil er noch nicht seine volle Form erreicht hat.
Laut dem DirectVelo-Journalisten James Odvart liegt der Grund in einem Virus. Lafay wird als „Opfer eines in China eingefangenen Virus“ beschrieben, der ihn dazu zwinge, „den Start seiner Saison weiter nach hinten zu schieben“.
Diese Erklärung bringt endlich Klarheit in eine zunehmend undurchsichtige Lage. Lafay war mehrfach für frühe Comebacks eingeplant, doch jedes Mal zerschlug sich der Plan. Während der Frühjahrskalender voranschreitet, hat seine Saison noch immer nicht begonnen.
Ardennen-Klassiker bleiben das Ziel
Trotz des holprigen Beginns bleibt der langfristige Plan unverändert. Vorrang hat, Lafays Form schrittweise wieder aufzubauen, statt eine verfrühte Rückkehr zu erzwingen. Die Ardennen-Klassiker bilden dabei das Kernziel.
Wie im selben Bericht skizziert, soll man ihn „schrittweise für die Ardennen-Klassiker in Form bringen, mit La Flèche Wallonne besonders im Blick“.
Lafay hat zwei Grand-Tour-Etappensiege in seiner Palmares
Dieser Ansatz gibt dem Projekt Struktur, nimmt aber den wachsenden Druck auf sein Comeback nicht heraus. Wenn Lafay debütiert, wird ihm der Rennrhythmus fehlen, den seine Rivalen im März und frühen April bereits gesammelt haben.
Für einen Fahrer, dessen letzte Jahre immer wieder unterbrochen waren, verstärkt die jüngste Verzögerung den Eindruck einer Karriere ohne Kontinuität. Das Potenzial ist da, doch vorerst zählt nur eines: zurück an die Startlinie und endlich eine Saison beginnen, die noch gar nicht begonnen hat.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.
#Infirmerie - Des news de Victor Lafay.
Victime d'un virus contracté en Chine, le Français ne cesse de repousser son début de saison. De base, il devait commencer au Tour de Murcie.
Cela a ensuite été reporté aux classiques Drôme-Ardèche. Malgré ce contretemps, le staff garde