Florian Vermeersch als dritter Mann über Van der Poel und Van Aert

Radsport
Montag, 30 März 2026 um 16:20
Florian Vermeersch
Florian Vermeersch zwang sich auf dem Kemmelberg in die entscheidende Auslese bei In Flanders Fields, doch am Ende fehlte ihm ein Quäntchen, um bei Mathieu van der Poel und Wout van Aert zu bleiben, als das Rennen unter Druck zerfiel.
Der Profi von UAE Team Emirates - XRG war der einzige Fahrer, der der ersten Attacke der beiden Rivalen folgen konnte, schloss kurzzeitig auf, als die Spitze auseinanderbrach. Für einen Moment schien sich ein Dreikampf abzuzeichnen.
Als das Tempo erneut anzog, klaffte die Lücke jedoch wieder auf.
„Ja, mir haben am Ende ein oder zwei Prozent auf sie gefehlt. Es ist, wie es ist. Das ist keine Schande. Sie gehören zu den besten Fahrern der Welt“, sagte Vermeersch im Ziel bei Cycling Pro Net.

Nah dran, aber nicht ganz auf dem Kemmelberg

Der Kemmelberg erwies sich einmal mehr als der Ort, an dem das Rennen geformt, nicht entschieden wurde.
Van der Poels Beschleunigung reduzierte die Spitzengruppe, mit Van Aert als einzigem, der sofort reagieren konnte. Vermeersch stemmte sich gegen den Schaden und war der stärkste der Verfolger, hielt kurz den Anschluss, als sich die Selektion bildete, bevor er knapp abreißen lassen musste. „Ich glaube, ich war der Einzige, der ihnen auf dem Kemmelberg folgen konnte, daher bin ich zufrieden mit meiner Rennweise. Mir fehlten nur die letzten zwei oder drei Prozent, aber so ist Racing.“
Dieser kleine Unterschied reichte, um das Rennen in klare Ebenen zu teilen. Van der Poel und Van Aert drückten gemeinsam vorne, Vermeersch blieb dazwischen, dahinter ordnete sich das Feld neu.

Starker Auftritt trotz fordernder Woche

Trotz des verpassten Sprungs mit dem Führungsduo zog Vermeersch Positives aus seiner Leistung tief im Finale eines harten Rennens. „Es waren diese Woche schon zwei oder drei schwere Rennen, und das hier war wieder ein hartes. Es war anstrengend.“
Am Ende kam das Rennen in den Schlusskilometern wieder zusammen, das Peloton stellte die Angreifer und bereitete einen Massensprint vor. Jasper Philipsen holte den Sieg und unterstrich, wie die frühe Selektion am Kemmelberg den Verlauf prägte, ohne ihn letztlich zu entscheiden.
Für Vermeersch fiel das Fazit klar aus. An einem Tag, an dem nur die Allerbesten die entscheidenden Antritte an den Anstiegen mitgehen konnten, war er direkt neben den Fahrern, die diese Klassiker-Generation prägen – auch wenn er ihr Hinterrad im entscheidenden Moment nicht ganz halten konnte.
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