Die zweite Etappe der
Volta a la Comunitat Valenciana ist wegen starken Winds neutralisiert worden. Die Böen beeinträchtigen den Kurs massiv. Das Resultat: Es gibt zwar einen Etappensieger, doch die Organisatoren werten keine Zeitabstände - ausgerechnet an dem Tag, der als mögliche Königsetappe des spanischen Rennens galt.
Am zweiten Renntag sollte
Biniam Girmay im Gelben Trikot - nach seinem Sieg auf der Auftakt-Sprintetappe, auf der
Mads Pedersen stürzte und aufgeben musste - die Gesamtführung in einem 17 Kilometer langen, welligen
Zeitfahren von Carlet nach Alginet südlich von Valencia verteidigen.
Klassement verliert Schlüsselmoment
Die Etappe hätte zum Wendepunkt für die Gesamtwertung werden können. Selbst unter den Favoriten erwartete das Peloton große Zeitabstände - vor allem, weil
Remco Evenepoel am Start stand und viele mit klaren Differenzen zu seinen direkten Rivalen rechneten. Auch Joao Almeida und Brandon McNulty galten als Fahrer, die man besonders im Blick behalten musste.
Durch die Neutralisation verändert sich die Perspektive auf das Klassement nun grundlegend. Dem Rennen fehlt ohnehin eine klassische Bergetappe oder Bergankunft, stattdessen stehen explosive Teilstücke auf dem Programm. Einen Tagessieger wird es trotzdem geben - allerdings absolvieren die Fahrer die Prüfung auf ihren Straßenrädern, da die starken Böen den Einsatz von Zeitfahrmaschinen zu riskant machen.
Stellungnahme der Rennorganisatoren
Die Veranstalter erklärten in einem offiziellen Statement:
„Als Ergebnis der Sicherheitsbesprechung, an der die zuvor kommunizierten Abteilungen beteiligt waren, und nach einer gründlichen Analyse der Situation sowie der Bedingungen, unter denen die Etappe durchgeführt wird, wurde entschieden, den Start gemäß der geplanten Strecke durchzuführen.“
Gleichzeitig stellten sie klar: „Es wurde vereinbart, dass die gefahrenen Zeiten nicht für die Gesamtwertung zählen. Die Etappe wird einen Sieger haben, und die entsprechende Siegerehrung wird gemäß dem festgelegten Protokoll durchgeführt.“