Die zweite Etappe der Volta a la Comunitat Valenciana ist wegen starken Winds neutralisiert worden. Die Böen beeinträchtigen den Kurs massiv. Das Resultat: Es gibt zwar einen Etappensieger, doch die Organisatoren werten keine Zeitabstände - ausgerechnet an dem Tag, der als mögliche Königsetappe des spanischen Rennens galt.
Am zweiten Renntag sollte Biniam Girmay im Gelben Trikot - nach seinem Sieg auf der Auftakt-Sprintetappe, auf der Mads Pedersen stürzte und aufgeben musste - die Gesamtführung in einem 17 Kilometer langen, welligen Zeitfahren von Carlet nach Alginet südlich von Valencia verteidigen.
Klassement verliert Schlüsselmoment
Die Etappe hätte zum Wendepunkt für die Gesamtwertung werden können. Selbst unter den Favoriten erwartete das Peloton große Zeitabstände - vor allem, weil Remco Evenepoel am Start stand und viele mit klaren Differenzen zu seinen direkten Rivalen rechneten. Auch Joao Almeida und Brandon McNulty galten als Fahrer, die man besonders im Blick behalten musste.
Durch die Neutralisation verändert sich die Perspektive auf das Klassement nun grundlegend. Dem Rennen fehlt ohnehin eine klassische Bergetappe oder Bergankunft, stattdessen stehen explosive Teilstücke auf dem Programm. Einen Tagessieger wird es trotzdem geben - allerdings absolvieren die Fahrer die Prüfung auf ihren Straßenrädern, da die starken Böen den Einsatz von Zeitfahrmaschinen zu riskant machen.
Die Veranstalter erklärten in einem offiziellen Statement:
„Als Ergebnis der Sicherheitsbesprechung, an der die zuvor kommunizierten Abteilungen beteiligt waren, und nach einer gründlichen Analyse der Situation sowie der Bedingungen, unter denen die Etappe durchgeführt wird, wurde entschieden, den Start gemäß der geplanten Strecke durchzuführen.“
Gleichzeitig stellten sie klar: „Es wurde vereinbart, dass die gefahrenen Zeiten nicht für die Gesamtwertung zählen. Die Etappe wird einen Sieger haben, und die entsprechende Siegerehrung wird gemäß dem festgelegten Protokoll durchgeführt.“
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.