Jonas Vingegaard wollte seine Saison 2026 eigentlich bei der
UAE Tour eröffnen. Daraus wird nun nichts. Der Fahrer von Team
Visma - Lease a Bike stürzte und erkrankte in den vergangenen Wochen, was seine Vorbereitung spürbar verzögerte. Das Team passt deshalb den Rennplan an – in einer Saison, in der der Giro d'Italia sein großes Ziel ist.
Gesund zu bleiben gilt im Profiradsport als Grundvoraussetzung für Fortschritt, doch das lag beim Dänen in den vergangenen Jahren nicht immer in seiner Hand. 2024 stürzte er bei der Itzulia Basque Country lebensgefährlich, im Jahr zuvor beendete ein Sturz bei Paris–Nizza mit Gehirnerschütterung seine Frühjahrskampagne bereits Anfang März.
Unklares Renncomeback
Während Mathieu van der Poel und Tadej Pogacar bislang verletzungsfrei durch den Winter kamen, mussten viele ihrer Rivalen Rückschläge hinnehmen – die Lücke wächst. Vingegaard reiht sich neben Mads Pedersen und Wout van Aert in die Liste der Fahrer ein, die seit Jahresbeginn gestürzt und verletzt sind. Von jenen Profis, die den „großen Zwei“ Paroli bieten können, blieb bisher nur Remco Evenepoel gesund – obwohl er vor zwölf Monaten lange Zeit gar nicht aufs Rad konnte.
Am Morgen veröffentlichte Team
Visma - Lease a Bike ein Statement und bestätigte den Rückzug von der
UAE Tour. Vingegaard hätte dort auf Isaac del Toro und Evenepoel getroffen – das erste große Kräftemessen der Saison fällt damit aus. Vor wenigen Wochen stürzte der Däne im Training, als ihm ein Hobbysportler folgte. Trotz eines mehrwöchigen Trainingslagers in der Region Malaga in Spanien fand er zudem kaum gutes Wetter – auch das trug zu seiner Erkrankung bei.
„Ich hatte mich sehr auf die Rückkehr zur
UAE Tour gefreut und bin daher enttäuscht, dass wir diese Entscheidung treffen mussten“, erklärte Vingegaard in einer
Pressemitteilung. „Die Kombination aus Sturz und anschließender Erkrankung machte es jedoch notwendig. Es ist besser, erst vollständig zu genesen, um mich dann auf meine nächsten Ziele konzentrieren zu können.“
Wann Vingegaard wieder ins Renngeschehen eingreift, bleibt vorerst offen. Klar ist nur: Der Fokus liegt nun klar darauf, vollständig gesund zu werden – damit der Weg zum Giro d'Italia nicht erneut von unglücklichen Rückschlägen geprägt wird.