„Hin und wieder wird ein Pogacar oder ein Einstein geboren“: Jens Voigt sagt, wir leben in der „goldenen Ära des Radsports“

Radsport
Freitag, 06 Februar 2026 um 9:00
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Tadej Pogacar, Mathieu van der Poel, Remco Evenepoel, Jonas Vingegaard oder Wout Van Aert. Was diese Fahrer gemeinsam haben, ist klar – ihr herausragendes Radsport-Talent. Vor allem die ersten beiden auf dieser Liste sind Phänomene, die den Titel „Genie“ verdienen. Jens Voigt ist seit über einem Jahrzehnt nicht mehr aktiv, und obwohl er in seiner mehr als 20-jährigen Karriere mit vielen ganz Großen gefahren ist, fehlen dem Deutschen bis heute die Worte, wenn er Pogacar – oder zuvor Peter Sagan – auf dem Rad sieht.
„Nur hin und wieder… wird ein Pogacar geboren oder ein Albert Einstein, ein Beethoven,“ sagte Voigt im The Domestique Hotseat-Podcast. „Normale Menschen wie du und ich fragen sich: Wie ist das möglich? Wie kann man so klug oder so stark oder so schnell sein?“
„Ich bin nicht religiös, aber so erkläre ich es mir,“ fügte er hinzu. „Ab und zu sitzt Gott da, und auf seinem kleinen Fließband stehen diese kleinen menschlichen Figuren… Und bei jeder millionsten dieser Tonfiguren, die später Menschen werden, nimmt er eine vom Band und gibt ihr einen Kuss. Von den Göttern gesegnet. Und so werden Peter Sagan, Pogacar, Einstein oder Beethoven, Mozart… oder Menschen wie Nelson Mandela geboren. Außergewöhnliche Menschen.“
Laut Voigt sind auch wir Radsportfans gesegnet, so viele Ausnahmekönner in derselben Ära konkurrieren zu sehen. „Wir leben in einem goldenen Zeitalter des Radsports,“ räumte er ein und meinte damit sowohl Straßenradsport als auch Cross. „Wir haben eine richtig gute Phase des Radsports, spektakulären Radsport.“

Doping kann in dieser Ära nicht existieren

Offen gesagt bleibt der Radsport wegen seiner belasteten Vergangenheit besonders anfällig für Dopingvorwürfe. Aus eigener Erfahrung kann sich Voigt jedoch nicht vorstellen, dass es heute noch systematisches Doping gibt.
„Die Jäger, die Verfolger, die Dopingkontrollen sind auf Augenhöhe oder der potenziellen Täuschung voraus,“ sagte der 54-jährige Ex-Profi. „Ich denke, sie haben alle Methoden, alle Wege zum Betrügen entdeckt und dafür Tests. Deshalb glaube ich wirklich, dass der Radsport so sauber ist, wie er je war oder sein kann.“
Ob es gut oder schlecht ist, dass der Radsport in der Öffentlichkeit nicht zu 100 % Vertrauen genießt, lässt Voigt zur Interpretation offen. „Ich glaube nicht, dass die Diskussion je ganz verstummen wird, was auch gut ist. Es hält den Druck aufrecht, sauber zu bleiben und Leistung zu bringen.“
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