Laurence Pithie ist bereit für die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix: "Ich bin besser als je zuvor"

Radsport
Mittwoch, 02 April 2025 um 8:00
laurencepithie

Laurence Pithie war eine der positiven Offenbarungen der letzten Frühjahrskampagne mit seinem offensiven Rennstil, der ihn mit einem 7. Platz bei Paris-Roubaix belohnte. In dieser Saison schloss er sich dem ehrgeizigen Projekt von Red Bull - BORA - hansgrohe an, dessen Classics-Mannschaft das Potenzial hat, die Nachfolger des legendären Wolfpacks zu werden. Pithie strebt natürlich danach, der Rudelführer zu werden.

Im Vergleich zu den Vorjahren begann Pithie etwas später mit den Rennen in Europa. Aber das war Teil seines Plans, bei wichtigen Rennen ganz vorne mitzumischen, erzählt er In de Leiderstrui: "Ich habe das Eröffnungswochenende verpasst, aber es waren ja nur zwei Rennen, oder? Im Winter hat man nicht viel Zeit, also muss man Entscheidungen treffen und alle Punkte abhaken."

Bislang konnte der junge Klassikerkern von Red Bull - BORA - hansgrohe nicht über die Runden kommen. Laut Pithie sollte das aber bald der Fall sein: "Wir sind eine junge Gruppe und wir verstehen uns gut. Die Atmosphäre ist gut, also sollte das natürlich funktionieren, wenn wir mit den Rennen beginnen."

Qualität geht immer vor, meint Pithie. "Wir haben ein superstarkes, klassisches Team, das viele Karten hat, die man ausspielen kann. Wenn man keinen echten Anführer wie Van der Poel hat oder jemanden, der schon viel gewonnen hat, dann muss man etwas offener spielen. Wenn man im Finale mehrere Möglichkeiten hat, dann hat man eine gute Chance."

Kommunikation wird der Schlüssel sein

"Wir müssen ehrlich zueinander sein, wie wir uns fühlen, und gut miteinander kommunizieren, wer gut und wer weniger gut ist. Wir haben auch einen guten Stab, der uns hilft. Das wird schon klappen."

Pithie hatte bisher in dieser Saison viel Pech: Sturz kurz vor der Cipressa in Mailand-Sanremo, zwei Reifenschäden bei den E3 Saxo Classics und dann leider der verpasste wichtige Split in Gent Wevelgem... Dennoch ist der Kiwi-Radfahrer zuversichtlich, was seine Beine angeht.

"Ich bin besser als je zuvor, ganz sicher. Ich habe wirklich einen Schritt gemacht, mit vielen Veränderungen in den Bereichen Coaching, Ernährung und Leistung. Daraus kann ich Zuversicht schöpfen. Ich hatte eine ganz andere Vorbereitung als sonst, bei der ich immer früh nach Europa kam, um Rennen zu fahren. Jetzt war ich nach dem Australien-Block eine Zeit lang in Neuseeland und dann drei Wochen in der Höhe auf Teneriffa. Ich habe viel trainiert und bin bereit."

Wird er in Flandern und Roubaix wieder aus der Ferne angreifen, wie im letzten Jahr? Pithie lacht: "Ich glaube nicht, dass ich so viel attackieren werde wie im letzten Jahr, obwohl man bei diesen verrückten Klassikern nie weiß. Man muss auf alles gefasst sein, wenn sich die Gelegenheit bietet."

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