Die 18. Etappe der
Tour de France 2026 war ein episches Vorspiel zum entscheidenden Alpenblock. Am Ende stahl die Ausreißergruppe die Show, mit
Richard Carapaz an der Spitze. Das Podium komplettierten
Mauro Schmid und schließlich
Matteo Jorgenson, der seinen scheinbar ersten besseren Tag bei dieser Tour erwischte.
Matteo Jorgenson: Podium war das Maximum
Die Etappe endete mit einem 7 Kilometer langen Anstieg nach Orcières-Merlette. Am Fuß sahen wir noch mehrere Fahrer in der Spitzengruppe, doch letztlich ließ der Ecuadorianer keine Zweifel aufkommen und holte seinen zweiten Tour-Etappensieg der Karriere. Dahinter lieferten sich Jorgenson und Schmid ein scharfes taktisches Duell um Rang zwei, doch der Schweizer hatte am Ende mehr Reserven.
„Ich habe am Schlussanstieg einfach alles gegeben“, japste Jorgenson anschließend vor der NOS-Kamera nach Luft. „Aber in den Beinen war nicht mehr viel drin, Carapaz war deutlich stärker.“
Der Amerikaner räumte zudem ein, dass er am Berg dem Ecuadorianer nicht gewachsen war und daher einen unkonventionelleren Weg zum Sieg suchte. Eine Lücke tat sich jedoch nicht auf. „Ich habe definitiv daran geglaubt. Ich wollte vor dem Schlussanstieg irgendwie solo wegfahren. Aber ich fand keinen Weg, das umzusetzen. Also ja, das ist enttäuschend.“
Jorgensons Tour war bislang kein Grund zum Stolz. Als wichtiger Berghelfer von Vingegaard kam er nicht in Idealform an und hatte in Schlüsselmomenten Mühe, mit der Favoritengruppe mitzuhalten. Dazu stürzte er auf Etappe 10. Das heutige Podium ist daher endlich ein Hoffnungsschimmer für den Rest der Rundfahrt. Und für den weiteren Verlauf der Saison 2026.
„Ich glaube, ich war ziemlich gut. Es war mein bisher bester Tag bei der Tour. Das ist schön, aber für den Sieg war ich nicht stark genug“, bilanzierte er.
Im Gegensatz dazu erlebt Jorgensons Kontrahent im Finale – Mauro Schmid – eine äußerst produktive Grande Boucle. Der Schweizer überzeugt konstant auf hohem Niveau und holte binnen einer Woche bereits sein drittes Podium – den zweiten zweiten Platz in Folge.
„Heute bin ich glücklicher als gestern, denn es ist keine Schande, an so einem Anstieg von Carapaz abgehängt zu werden. Er war in dieser Gruppe klar der Stärkste, und ich war einfach superhappy, in der Ausreißergruppe zu sein und rüberzukommen. Dass Felix dabei war, war wirklich gut, denn er hat mich in eine sehr gute Situation gebracht und mir ein kleines Polster verschafft, das war wirklich top.
Mauro Schmid wins the stage 13 at the 2026 Tour de France
„Es war wie erwartet ein harter Kampf, überhaupt in die Gruppe zu kommen, am ersten Anstieg, und oben dachte ich, es wäre so gut wie durch. Wir waren ziemlich happy, Felix dabei zu haben, aber nach der Abfahrt fand ich mich an der Spitze wieder. Erst mit Ben Healy und dann mit Mathias Vacek und ein paar anderen, die nur mitfuhren. Wir dachten, vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Dann sind wir rübergekommen, und es war ziemlich nice.“