„Ich fühle mich oft besser, wenn die Müdigkeit einsetzt“ – Wout Van Aert steigert sich mit fortschreitender Vuelta

Radsport
Freitag, 04 September 2026 um 12:00
Wout van Aert on stage 10 of the 2026 Vuelta a Espana
Etappe 12 der Vuelta a España ging an Jakob Omrzel, während Enric Mas seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausbaute. Doch auch mehrere andere Fahrer waren mit ihren Ergebnissen zufrieden. Darunter Wout Van Aert und Santiago Buitrago, die ihre Führungen in den jeweiligen Wertungen vergrößerten.
Der Tag führte über den Alto de Velefique und endete am Calar Alto, zwei äußerst anspruchsvolle Anstiege, zuvor jedoch mit viel welligem Terrain. Van Aert hat das grüne Trikot mangels Konkurrenz praktisch abgesichert, sammelt aber weiter Punkte und feilt zugleich an seiner Kletterform in Richtung Weltmeisterschaften.
„Es war offensichtlich ein sehr guter Tag. Ich war vorn in einer größeren Gruppe, das war eine recht effiziente Art, im Zwischensprint Punkte zu holen und zugleich welche für das Bergtrikot abzusichern“, sagte Van Aert im Zielinterview.

Van Aert steigert sich mit Fortschreiten der Vuelta 

Der Fahrer von Team Visma - Lease a Bike beendete seine Attacken zu Beginn des Velefique, um Kräfte für die kommenden Renntage zu sparen. Für ihn steht jedoch außer Frage, dass seine Form mit jeder Etappe besser wird.
„Es war eine angenehme Fahrt und ein erfolgreicher Tag, was Tempoeinteilung und das Dosieren der Kräfte angeht“, ergänzte Van Aert. „Formmäßig habe ich das Gefühl, dass es in dieser zweiten Woche richtig nach oben geht. Ich fühle mich oft besser, wenn im Peloton die Müdigkeit einsetzt, und bislang bestätigt sich das. Ich hoffe, wir können diesen Schwung mitnehmen.“
Wout van Aert in Aktion auf Etappe 7 der Vuelta a España 2026
Wout van Aert führt die Punktewertung bei der Vuelta a España an

Santiago Buitrago baut Führung in der Bergwertung aus 

Auf der anderen Seite hat Santiago Buitrago seine Führung in der Bergwertung ausgebaut. Mit dem Ausstieg von Tadej Pogacar wurde die Aufgabe für den Kolumbianer überschaubarer, auch wenn er sich außerhalb der langen Anstiege immer wieder mit Van Aert duellieren muss.
Buitrago wurde am Calar Alto dennoch Dritter, während sein Teamkollege Omrzel den Etappensieg holte. „Für uns war der Tag absolut perfekt: der Etappensieg, zusätzliche Punkte für die Bergwertung und ein Sprung in der Gesamtwertung. Besser hätten wir es uns nicht wünschen können“, sagte der Kolumbianer im Ziel.
„Ich freue mich riesig für Jakob, er hat es voll verdient. Er ist erst 20 Jahre alt und hat enormes Talent. Für mich persönlich gab es einen guten Fight mit Wout um die ersten Bergpreise, aber alles lief gut, und ich gehe heute Abend mit etwas mehr Vorsprung in der Gesamtwertung raus.“
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