„Er muss mit diesem Körper den Rest seines Lebens leben“ – Tadej Pogacar WM-Start ist für den Teamarzt Sloweniens „nicht realistisch“

Radsport
Freitag, 04 September 2026 um 8:00
Tadej Pogacar in Aktion auf Etappe 7 der Vuelta a España 2026
Tadej Pogacar wurde Anfang dieser Woche operiert und ist nach einigen Tagen im Nordosten Spaniens wieder zu Hause. Ob er bei den Weltmeisterschaften startet, ist weiterhin offen, doch der Arzt der slowenischen Nationalmannschaft hält das nicht für realistisch.
Pogačar stürzte auf der 8. Etappe der Vuelta a Espana und zog sich einen Wirbel- sowie einen Schlüsselbeinbruch zu. Das Rote Trikot konnte das Rennen, in dem er klar auf Gesamtsiegskurs lag, nicht fortsetzen. Zudem erlitt der Slowene eine Gehirnerschütterung, die die notwendige Schlüsselbein-OP verzögerte.
Inzwischen wurde Pogačar aus dem Krankenhaus entlassen und ist nach Monaco zurückgekehrt. Wie lange die Genesung dauert, ist noch unklar. Die Weltmeisterschaften finden am 27.09. statt, Il Lombardia am 10.10.
Tadej Pogačar führte die Vuelta a España zum Zeitpunkt seines Ausstiegs an
Tadej Pogačar führte die Vuelta a España zum Zeitpunkt seines Ausstiegs an

Renncomeback für Pogacar unrealistisch 

Selbst im günstigsten Fall könnte der UAE Team Emirates - XRG -Profi zwar ins Rennen zurückkehren, jedoch nicht in Bestform. In den nächsten Wochen ist ein Start dennoch höchst unwahrscheinlich.
„Es ist nicht realistisch, so sehr wir es uns auch wünschen. Am Ende ist Tadej nur ein Mensch, und mit diesem Körper muss er den Rest seines Lebens leben“, sagte der slowenische Teamarzt Kristof Knap im Gespräch mit RTV SLO.

Rehabilitation hat Vorrang, betont Sloweniens Teamarzt 

Zwar stehen noch wichtige Ziele in dieser Saison an, doch kommen sie für derart schwere Verletzungen wohl zu früh. Angesichts dessen, was der Fahrer bereits gewonnen hat, erscheint es unwahrscheinlich, dass man ein Risiko eingeht.
„Am wichtigsten ist, dass er vollständig und ohne Hast rehabilitiert“, betont Knap. Unabhängig davon läuft Pogačars Vertrag derzeit bis 2030, und selbst bei voller Ausschöpfung blieben noch vier weitere Saisons, um Ziele in einer der erfolgreichsten Palmarès der Moderne zu ergänzen.
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