Etappe 2 galt als wahrscheinliche Königsetappe der
Tour Down Under 2026, doch nur wenige hätten mit derart großen Abständen gerechnet.
UAE Team Emirates - XRG war der Konkurrenz klar überlegen, und
als Jay Vine und Jhonatan Narváez in Uraidla ankamen, hatten sie bereits eine Minute Vorsprung auf die nächsten Verfolger – eine Luxusposition im Kampf um den Gesamtsieg.
Das Finale war anspruchsvoll, der Corkscrew-Aufstieg bot den idealen Absprungpunkt für Angriffe der Kletterer. Genau das nutzte UAE: Adam Yates lancierte
Jay Vine am steilsten Abschnitt, und nur
Jhonatan Narváez konnte die Lücke schließen. Das Duo arbeitete zusammen und nutzte das wellige Finale, um den Vorsprung auf eine Gruppe auszubauen, der sowohl Beine als auch Kooperation fehlten, um die Attacke zu neutralisieren.
Das Duo holte 58 Sekunden auf der Straße heraus, dazu kamen Bonifikationen. Für dieses Rennen ist das ein außergewöhnlich großer Abstand, selten bis nie zuvor gesehen. Vine führt nun mit 6 Sekunden vor seinem Teamkollegen und 1:05 Minuten vor Mauro Schmid, dem nächsten Verfolger und nun Favoriten auf das Podium. In der ersten Verfolgergruppe sahen wir zudem Andreas Kron, Filippo Zana, Natnael Tesfatsion, Adam Yates, Matteo Sobrero, Harry Sweeny und Marco Brenner, die nun den Großteil der Plätze direkt hinter der Top 2 ausmachen.
Die Etappe brachte mehrere Überraschungen und Enttäuschungen, denn einige der großen Favoriten blieben deutlich zurück. Santiago Buitrago und Luke Plapp verloren 1:43 Minuten; Finn Fisher-Black und Simone Velasco 2:17, während Corbin Strong über 11 Minuten einbüßte und völlig aus den Entscheidungen fiel. All dies verstärkte letztlich die Dominanz von UAE.
Nordische Fahrer dominieren die übrigen Wertungen
Die Punktewertung führt weiterhin Tobias Lund Andresen an, auch wenn sein Vorsprung naturgemäß durch das heutige Ergebnis geschrumpft ist. Vor allem
Jhonatan Narváez könnte dank seiner Vielseitigkeit zur Gefahr für den Dänen werden. In der Bergwertung fuhr Martin Urianstad in die Tagesflucht, verteidigte sie energisch und baute seinen Vorsprung gegen alle außer Pepijn Reinderink aus, der entschlossen ist, zu kontern. In der Nachwuchswertung verteidigte Michael Leonard stark und bleibt im Führungstrikot, nur mit Andrea Raccagni zeitgleich, während der Rest bereits über eine Minute zurückliegt.