„Extrem stolz und zugleich enttäuscht“ – Mattias Skjelmose mit gemischten Gefühlen nach den Ardennen-Klassikern

Radsport
Dienstag, 28 April 2026 um 14:30
Mattias Skjelmose
Mattias Skjelmose zählte zu den prägenden Fahrern der Ardennen-Klassiker und kletterte die ganze Woche über mit am stärksten. Dennoch zog der Lidl-Trek-Profi Bilanz und räumte ein, dass sein Ergebnis bei Lüttich–Bastogne–Lüttich nicht die erhoffte Krönung war.
„Ich hatte ein paar Stunden, um nach der Ardennen-Woche meine Gedanken zu sortieren. Es war eine verdammt intensive Woche. Ich bin zugleich extrem stolz und enttäuscht, ein echtes Paradox“, schrieb der Däne in einem Instagram-Post.
Skjelmose war der Einzige, der bei der Amstel Gold Race mit Remco Evenepoel mithielt und wurde hinter dem Olympiasieger Zweiter; anschließend kletterte er bei der La Flèche Wallonne auf Rang fünf. Bei Lüttich–Bastogne–Lüttich galt er als Podium-Außenseiter, zeigte auf der Straße jedoch, dass er weit mehr sein konnte als nur ein Außenseiter.
Nachdem Tadej Pogačar und Paul Seixas an La Redoute attackiert hatten, war Skjelmose dahinter auf sich gestellt, kletterte besser als der Rest des Feldes, wartete später jedoch auf die Verfolgergruppe, in der es zahlreiche Attacken gab.
An der Roche-aux-Faucons übernahm jedoch Giulio Ciccone das Tempo und lancierte Skjelmose, der erneut die Beine hatte, um sich vom Rest abzusetzen. Er war nahe dran, als Dritter zu finishen und mit den beiden stärksten Kletterern aufs Podium zu fahren, doch Remco Evenepoels unermüdliche Attacken in den letzten Kilometern schlossen die Lücke wieder. Im Zielsprint reichte es nur zu Platz 17.
„Ich bin stolz auf das Team, auf Fahrer und Staff. Diese Rennen sind unglaublich anspruchsvoll, und wir haben dennoch alles getan, um zu performen. Gleichzeitig bin ich mit den Ergebnissen enttäuscht“, gibt er zu. „Das Team hätte mehr verdient. Ich hatte das Gefühl, noch mehr in den Beinen zu haben, aber am Ende zählen Ergebnislisten, nicht nur die reine Leistung.“

Ardennen bleiben Traumrennen

Für den Dänen war es ein langer Weg bis zu diesem Saisonmoment. Bereits im Dezember erfuhr er beim Medientag von Juan Ayusos geplanter Ardennen-Präsenz – damals ein Faktor, der seine eigene Kapitänsrolle hätte gefährden können.
Die Verletzung des Spaniers bei Paris–Nizza spielte Skjelmose zwar in puncto eigener Ambitionen in die Karten, dennoch verlief sein Frühjahr zunächst ohne große Ausbeute. Eine Erkrankung nach der Baskenland-Rundfahrt brachte zudem seine teaminterne Führungsrolle für den Schlüsselteils des Frühlings in Gefahr.
Nun richtet der 25-Jährige seinen Aufbau auf die Tour de France, sein nächstes großes Ziel. „Aber genau darin liegt auch die Schönheit unseres Sports. Danke an alle, die am Straßenrand angefeuert haben. Ich liebe diese Rennen von ganzem Herzen und werde bis zum Ende meiner Karriere für sie kämpfen“, schloss er.
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