Etappen und Profile der Polen-Rundfahrt 2026: Strecke, Favoriten und TV-Übertragung in Deutschland und Österreich

Radsport
Freitag, 31 Juli 2026 um 14:45
Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 6
Die Tour de Pologne 2026 findet vom 03. bis 09.08. statt und führt den WorldTour-Kalender fort. Zwischen der Tour de France und der Vuelta a España bestreiten sie oft Fahrer, die beide Rundfahrten kombinieren; zugleich eröffnet sie Chancen für unterschiedlichste Fahrertypen. Wir blicken auf die Profile.
Das Rennen wurde bereits 1928 erstmals ausgetragen und bot Polens Besten die Bühne, ihre Qualitäten zu zeigen. Feliks Wiecek gewann die Premiere, damals noch nicht jährlich. Nach 1939 folgte die Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg, die Rückkehr gelang erst 1947.
International stand die Rundfahrt lange wenig im Fokus, bis sie 2005 in die damalige 2.HC-Kategorie aufstieg – Sieger war Kim Kirchen. 2011 erreichte sie WorldTour-Niveau und damit über 80 Jahre nach der Premiere die höchste Klasse des Radsports. Mit der Internationalisierung wuchs auch die Prominenz der Siegerliste – und ihre Vielfalt.
Daniel Martin, Peter Sagan, Tim Wellens, Michal Kwiatkowski, Remco Evenepoel, João Almeida und sogar Jonas Vingegaard trugen sich in die Siegerliste ein. Trotz des hart umkämpften Termins lockt die Rundfahrt weiterhin große Namen. 2025 triumphierte Brandon McNulty in der Gesamtwertung.

Etappen Polen-Rundfahrt 2026

EtappeStartZielDistanzTyp
1 Gdynia Koszalin 234,0 km Hügellig
2 Międzyzdroje Szczecin 150,8 km Flach
3 Gorzów Wielkopolski Zielona Góra 193,5 km Hügellig
4 Żagań Karpacz 175,5 km Bergig
5 Opole Kocierz Resort 218,5 km Bergig
6 Bukovina Resort Bukowina Tatrzańska 125,6 km Bergig
7 Wieliczka (Salt Mine) Wieliczka (Salt Mine) 12,4 km Einzelzeitfahren

Profil Etappe 1: Gdynia - Koszalin

Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 1
Gdynia - Koszalin, 234 Kilometer
Der Auftakt in Gdynia ist zugleich die längste Etappe des Rennens. In dieser Jahreszeit zählt sie zu den längsten überhaupt, selbst Grand Tours überschreiten selten die 200-Kilometer-Marke.
Das Teilstück ist für Sprinter konzipiert, auch wenn das Finale anspruchsvoll wirkt. Ein Anstieg über 1,8 Kilometer mit 3,7 % im Schnitt wartet im Schlussdrittel.
Diese kurze Rampe endet 7 Kilometer vor dem Ziel und dürfte das Ergebnis kaum auf den Kopf stellen. Nach einer kurzen Abfahrt formieren sich in Koszalin die Sprintzüge für den erwarteten Massensprint.

Profil Etappe 2: Miedzyzdroje - Szczecin

Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 2
Miedzyzdroje - Szczecin, 150 Kilometer
Etappe 2 führt von Miedzyzdroje nach Szczecin. Ein klarer Tag für die Sprinter ohne Überraschungspotenzial, vom Start bis ins Ziel ohne nennenswerte Anstiege.
Die schnellen Männer werden das Tempo bestimmen. An der Uferpromenade ist ein sehr schneller und wohl auch nervöser Schluss zu erwarten.

Profil Etappe 3: Gorzow Wielkopolski - Zielona Góra

Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 3
Gorzow Wielkopolski - Zielona Góra, 193 Kilometer
Die dritte Etappe sollte erneut den Sprintern gehören. Nicht ganz so flach wie der Vortag, aber kaum geeignet, andere Fahrertypen zu belohnen.
Über 193 Kilometer geht es Richtung Zielona Góra. Das Finale ist städtisch, technisch und erneut nervös, zumal das Feld noch frisch ist.

Profil Etappe 4: Zagan - Karpacz

Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 4
Zagan - Karpacz, 176 Kilometer
Mit Tag vier beginnt die zweite Rennhälfte. Der erste Abschnitt ab Zagan ist flach, doch anschließend sorgen mehrere Anstiege für ein interessantes Finale.
Drei Berge stehen an: Zuerst Borowice, 4,6 Kilometer mit 5,7 % im Schnitt, Gipfel 21 Kilometer vor dem Ziel. Die schnelle Abfolge der Belastungen wird selektiv wirken.
Die Hauptauffahrt nach Karpacz misst 7 Kilometer bei 6,2 %. Zur Hälfte wartet ein Zwischensprint, der Gipfel liegt nur 4,5 Kilometer vor dem Zielstrich.
Es folgt eine Abfahrt, dann ein 1,1 Kilometer langer Schlussanstieg direkt an der Talstation, im Schnitt 8 %, mit Rampen bis zu rund 15 %. Üblicherweise entscheidet hier ein Sprint der Kletterer.

Profil Etappe 5: Opole - Kocierz Resort

Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 5
Opole - Kocierz Resort, 218 Kilometer
Die fünfte Etappe wird ebenfalls wichtig und rückt steile Anstiege in den Fokus. Über weite Strecken der 218 Kilometer ist es flach wie ein Brett. Doch in den Schlusskilometern geht es wieder bergauf.
Der erste Anstieg misst 4,1 Kilometer bei 5,7% und endet 27,5 Kilometer vor dem Ziel. Er dient vor allem als Aufwärmprogramm für das Finale im Kocierz Resort.
Der Schlussanstieg ist offiziell 1,5 Kilometer lang bei 11,5%. Ein anaerober Effort, aber lang genug, damit die Kletterer bei dieser Steigung Unterschiede herausfahren. Dieser Abschnitt endet 1,5 Kilometer vor dem Ziel, die meisten werden am Limit sein.
Die siegbringenden Attacken könnten dennoch erst danach kommen, denn die letzten 1,5 Kilometer steigen als falsche Ebene zur Linie an. Wer den Anstieg mit Reserven übersteht, kann hier die entscheidende Lücke reißen.

Profil Etappe 6: Bukowina Resort - Bukowina Tatrzanska

Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 6
Bukowina Resort - Bukowina Tatrzanka, 125 Kilometer
Die Königsetappe führt in die Hohen Tatra. Der anspruchsvolle Rundkurs um Bukowina wird erneut zur großen Prüfung. Sie ist die charakteristische Königsetappe der Tour de Pologne, auf der vieles passieren kann.
125 Kilometer stehen an, vom Start bis ins Ziel mit sieben kategorisierten Anstiegen. Ein Tag, an dem viel möglich ist, mit mehreren extrem steilen Rampen. Der finale Rundkurs enthält dreimal die Sciana Bukowina, 1,6 Kilometer bei 10%, mit Rampen deutlich über dem Schnitt.
Die Passagen enden 61, 36 und 13 Kilometer vor dem Ziel. Der Anstieg beginnt nach einigen Kilometern falscher Ebene. Dazwischen geht es nur bergab und über kleine Kuppen. Schon beim ersten Mal haben die Fahrer zwei weitere steile Anstiege in den Beinen.
Dort dürften die Unterschiede entstehen, auf Terrain, auf dem Kletterer wie Klassikerspezialisten Akzente setzen können. Helfer als Satellitenfahrer können das Rennen massiv prägen.
Sollte dieser Anstieg das Rennen nicht entscheiden, bleibt das Finale dennoch bergauf: Die Straße nach Bukowina Tatrzanka zieht sich rund 4 Kilometer bei 5,5% hinauf, mit teils steileren Passagen.

Profil Etappe 7 (EZF): Wieliczka-Salzbergwerk - Wieliczka-Salzbergwerk

Profil Tour de Pologne 2026 Etappe 7
Wieliczka Salt Mine - Wieliczka Salt Mine, 12,4 Kilometer
Das Rennen endet mit einem Zeitfahren, Start und Ziel im Wieliczka-Salzbergwerk, einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten am Stadtrand von Krakau.
Diesmal kürzer: Nur 12,4 Kilometer, womit sich nicht viele Fahrer allein darauf stützen können, um die Rundfahrt zu gewinnen. Der Kurs beginnt hart bergauf mit 1,7 Kilometern bei 5,7%, bevor er langsam zurück und abwärts führt.

Polen-Rundfahrt 2026 Zeitplan und Startzeiten

Die Polen-Rundfahrt 2026 findet vom 03.08.2026 bis 09.08.2026 statt. Etappendaten und -zeiten (Mitteleuropäische Zeit: MESZ) sind wie folgt:
EtappeTagDatumStartzeitZeit Ziel
Etappe 103. AugustMontag12:0516:25
Etappe 204. AugustDienstag13:0016:30
Etappe 305. AugustMittwoch12:25 16:30
Etappe 406. AugustDonnerstag12:0016:35
Etappe 507. AugustFreitag11:4516:40
Etappe 608. AugustSamstag12:5516:30
Etappe 709. AugustSonntag13:3016:30

So sehen Sie die Polen-Rundfahrt 2026 im TV

Üblicherweise halten wir sie hier bei Radsportaktuell.de auf dem laufenden. Wer das Rennen live im TV oder im Livestream verfolgen will, kann es in Deutschland und Österreich auf Discovery+ live mitverfolgen. Auch auf Eurosport 2 wird das ganze Übertragen.
LandTV
Deutschland und ÖsterreichDiscovery+, Eurosport 2
USA FloBikes
Kanada FloBikes
Polen TVP Sport
England TNT Sports

Siegerliste Polen-Rundfahrt 2026

Jahr 1. 2. 3.
2025 Brandon McNulty Antonio Tiberi Matteo Sobrero
2024 Jonas Vingegaard Diego Ulissi Wilco Kelderman
2023 Matej Mohorič João Almeida Michał Kwiatkowski
2022 Ethan Hayter Thymen Arensman Pello Bilbao
2021 João Almeida Matej Mohorič Michał Kwiatkowski
2020 Remco Evenepoel Jakob Fuglsang Simon Yates
2019 Pavel Sivakov Jai Hindley Diego Ulissi
2018 Michał Kwiatkowski Simon Yates Dylan Teuns
2017 Dylan Teuns Rafał Majka Wout Poels
2016 Tim Wellens Bauke Mollema Ion Izagirre
2015 Ion Izagirre Bart De Clercq Pieter Weening
2014 Rafał Majka Beñat Intxausti Jon Izagirre
2013 Pieter Weening Christophe Riblon Ion Izagirre
2012 Moreno Moser Michał Kwiatkowski Daniele Ratto
2011 Peter Sagan Daniel Martin Marco Marcato
2010 Daniel Martin Grega Bole Bauke Mollema
2009 Alessandro Ballan Daniel Moreno Karol Domagalski
2008 Jens Voigt Christian Pfannberger Robert Gesink
2007 Johan Vansummeren Giampaolo Cheula Marek Rutkiewicz
2006 Stefan Schumacher Cadel Evans Allan Davis
2005 Kim Kirchen Marek Rutkiewicz Jörg Jaksche
2004 Ondřej Sosenka Grzegorz Gwiazdowski Marek Rutkiewicz
2003 Cezary Zamana Ondřej Sosenka Marek Rutkiewicz
2002 Dariusz Baranowski Cezary Zamana Tomasz Brożyna
2001 Dariusz Baranowski Tomasz Brożyna Cezary Zamana
2000 Tomasz Brożyna Dariusz Baranowski Piotr Przydział
1999 Marek Leśniewski Zbigniew Spruch Tomasz Brożyna
1998 Marek Leśniewski Zbigniew Spruch Piotr Wadecki
1997 Zbigniew Spruch Marek Leśniewski Tomasz Brożyna
1996 Zbigniew Spruch Piotr Wadecki Marek Leśniewski
1995 Zbigniew Spruch Piotr Wadecki Zbigniew Piątek
1994 Piotr Wadecki Zbigniew Spruch Marek Leśniewski
1993 Dariusz Baranowski Zbigniew Spruch Piotr Wadecki
1992 Dariusz Baranowski Zbigniew Spruch Piotr Wadecki
1991 Dariusz Baranowski Zbigniew Spruch Piotr Wadecki
1990 Zenon Jaskuła Joachim Halupczok Janusz Kowalski
1989 Waldemar Matysiak Zenon Jaskuła Joachim Halupczok
1988 Andrzej Mierzejewski Zenon Jaskuła Waldemar Matysiak
1987 Lech Piasecki Zenon Jaskuła Joachim Halupczok
1986 Mieczysław Karłowicz Lech Piasecki Zenon Jaskuła
1985 Lech Piasecki Andrzej Mierzejewski Joachim Halupczok
1984 Andrzej Mierzejewski Lech Piasecki Zenon Jaskuła
1983 Ryszard Szurkowski Janusz Kowalski Andrzej Mierzejewski
1982 Andrzej Mierzejewski Janusz Kowalski Ryszard Szurkowski
1981 Janusz Kowalski Ryszard Szurkowski Andrzej Mierzejewski
1980 Janusz Kowalski Ryszard Szurkowski Stanisław Szozda
1979 Stanisław Szozda Tadeusz Mytnik Janusz Kowalski
1978 Jan Brzeźny Stanisław Szozda Tadeusz Mytnik
1977 Jan Brzeźny Tadeusz Mytnik Stanisław Szozda
1976 Tadeusz Mytnik Jan Brzeźny Stanisław Szozda
1975 Tadeusz Mytnik Stanisław Szozda Jan Brzeźny
1974 Stanisław Szozda Ryszard Szurkowski Tadeusz Mytnik
1973 Ryszard Szurkowski Stanisław Szozda Tadeusz Mytnik
1972 Ryszard Szurkowski Stanisław Szozda Tadeusz Mytnik
1971 Ryszard Szurkowski Stanisław Szozda Tadeusz Mytnik
1970 Zygmunt Hanusik Ryszard Szurkowski Stanisław Szozda
1969 Wacław Wrzesiński Ryszard Szurkowski Stanisław Szozda
1968 Jan Kudra Ryszard Szurkowski Stanisław Szozda
1967 Jan Kudra Stanisław Gazda Ryszard Szurkowski
1966 Stanisław Gazda Ryszard Szurkowski Jan Kudra
1965 Marian Więckowski Stanisław Gazda Jan Kudra
1964 Marian Więckowski Stanisław Gazda Jan Kudra
1963 Marian Więckowski Stanisław Gazda Jan Kudra
1962 Henryk Kowalski Marian Więckowski Stanisław Gazda
1961 Henryk Kowalski Marian Więckowski Stanisław Gazda
1960 Stanisław Królak Henryk Kowalski Marian Więckowski
1959 Stanisław Królak Henryk Kowalski Marian Więckowski
1958 Stanisław Królak Henryk Kowalski Marian Więckowski
1957 Wacław Wójcik Stanisław Królak Henryk Kowalski
1956 Marian Więckowski Wacław Wójcik Stanisław Królak
1955 Marian Więckowski Wacław Wójcik Stanisław Królak
1954 Marian Więckowski Wacław Wójcik Stanisław Królak
1953 Wacław Wójcik Marian Więckowski Stanisław Królak
1952 Wacław Wójcik Marian Więckowski Stanisław Królak
1951 Wacław Wójcik Marian Więckowski Stanisław Królak
1950 Henryk Hadasik Wacław Wójcik Marian Więckowski
1949 Francesco Locatelli Wacław Wójcik Marian Więckowski
1948 Wacław Wójcik Marian Więckowski Henryk Hadasik
1947 Józef Wrzesiński Wacław Wójcik Marian Więckowski
1939 Bolesław Napierała Józef Stefański Wacław Starzyński
1938 Bolesław Napierała Józef Stefański Wacław Starzyński
1937 Bolesław Napierała Józef Stefański Wacław Starzyński
1936 Feliks Więcek Józef Stefański Wacław Starzyński
1935 Józef Stefański Feliks Więcek Wacław Starzyński
1934 Józef Stefański Feliks Więcek Wacław Starzyński
1933 Jerzy Lipiński Feliks Więcek Józef Stefański
1932 Jan Kapusta Jerzy Lipiński Feliks Więcek
1931 Józef Stefański Feliks Więcek Jerzy Lipiński
1930 Henryk Szostak Józef Stefański Feliks Więcek
1929 Józef Stefański Feliks Więcek Henryk Szostak
1928 Feliks Więcek Józef Stefański Henryk Szostak
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