„Es wäre nicht das erste Jahr, dass eine Überraschung aus dem Hut kommt“: Soudal-Chef traut Stuyven und Van Baarle zu, sich durchzusetzen

Radsport
Samstag, 04 April 2026 um 8:00
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Tom Steels weiß genau, womit sein Team es am Sonntag bei der Flandern-Rundfahrt zu tun bekommt. Tadej Pogacar, Wout van Aert, Mathieu van der Poel und Remco Evenepoel – auf dem Papier fällt es schwer, über dieses Quartett hinauszublicken. Doch der Sportdirektor von Soudal - Quick-Step will das Rennen nicht vor dem Start abschreiben, und dafür hat er gute Gründe.

Zwei große Motoren bereit zum Zünden

Steels benannte offen, wo die Favoritenrolle liegt, war aber ebenso klar in der Einschätzung der eigenen Qualität. „Auf dem Papier sieht es so aus, als würden diese vier es unter sich ausmachen. Aber ich muss sagen, dass Jasper und Dylan in guter Verfassung sind. Das sind zwei große Motoren, die in einem fast 280 Kilometer langen Rennen zur Geltung kommen werden“, sagte er gegenüber WielerFlits.
Der Plan ist nicht, sich zurückzuhalten und zu hoffen. „Wir müssen offensiv und clever fahren. Entscheidend wird sein, die großen Moves nicht zu verpassen, und ich denke, dafür haben wir die Mannschaft. Trotz vier Fahrern von Weltklasse gibt es in jedem Rennen Chancen, bei denen man nicht zögern darf, sondern gehen muss. Dieses Vertrauen braucht es. In Oudenaarde sehen wir dann, was dabei herauskommt“, so Steels. Rückhalt gibt ihm auch die Historie. „Erst muss das Rennen gefahren werden. Es ist nicht das erste Jahr, in dem eine Überraschung aus der Box kommt.“
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Die 4 größten Favoriten auf den Sieg bei der Flandern-Rundfahrt 2026

Evenepoel wird die anderen nervös machen

Steels äußerte sich ausführlich zu Remco Evenepoel, seinem ehemaligen Fahrer, der am Sonntag sein Debüt bei der Flandern-Rundfahrt gibt. Der Sportdirektor ist überzeugt, dass der Belgier den anderen Favoriten vor allem auf den flachen und welligen Passagen zwischen den Anstiegen Kopfschmerzen bereiten wird.
„Gerade auf diesen Übergangsabschnitten. Man weiß: Gibt man ihm 200 oder 300 Meter, ist es die Hölle, ihn wieder einzufangen. Wenn er geht, sind die anderen drei in der Pflicht. Das kann man nicht den Helfern überlassen“, warnte er.
Und für alle, die sich fragen, ob Flandern wirklich zu Evenepoel passt, hat Steels seine Antwort längst parat. „Wir haben immer gesagt: In dem Moment, in dem er die Flandern-Rundfahrt fährt, wird sich zeigen, dass dieses Rennen ihm liegt. Ich denke, das werden wir am Sonntag sehen.“
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