Alpecin-Premier Tech hat markante Anpassungen an den Rennprogrammen seiner Aushängeschilder
Mathieu van der Poel und
Jasper Philipsen bekannt gegeben, um die Feinarbeit für die
Tour de France zu präzisieren. Der Plan rückt von den gewohnten Fahrplänen ab und zielt klar darauf, die Form für die Grande Boucle zu optimieren.
Am auffälligsten ist Van der Poels Start bei der
Tour de Suisse, einem Rennen, das er seit 2021 nicht mehr bestritten hat. Philipsen verzichtet derweil auf seine traditionelle Vorbereitung bei der Baloise Belgium Tour zugunsten eines alternativen Blocks mit dem Copenhagen Sprint und den Belgischen Meisterschaften – sowie einem Start in der Schweiz an der Seite von Van der Poel.
Mathieu van der Poel kehrt erstmals seit 2021 zur Tour de Suisse zurück – jener Ausgabe, in der er mit zwei Etappensiegen in Serie und zwei Tagen im Leadertrikot deutliche Spuren hinterließ. Dieser Auftritt unterstrich seine Stärke auf punchigen Finals und anspruchsvollerem Terrain – eine Mischung, die der Niederländer diesmal erneut anpeilt.
Bei seinem letzten Schweizer Einsatz animierte Van der Poel auch die 5. Etappe mit einer langen Attacke, ehe er tags darauf mit einem vom Team als „leichte Erkältung“ beschriebenen Infekt ausstieg. Trotz des frühen Aus bot sein Level zuvor ein starkes Signal für den weiteren Saisonverlauf.
Der Niederländer reist nach einer zweimonatigen Rennpause an, die seit Paris–Roubaix am 12.04. andauerte. Entsprechend wird dieser Schweizer Block ein zentraler Baustein seiner gezielten Vorbereitung auf die Tour de France.
Philipsen justiert seine gewohnte Vorbereitung
Auch Jasper Philipsen hat seinen Juni-Plan spürbar verändert. Der belgische Sprinter, üblicherweise Stammgast der Baloise Belgium Tour als Tour-Generalprobe, tritt diesmal bei der Tour de Suisse an – ein Debüt für ihn.
Vor der Schweiz (17.–21.06.) eröffnet Philipsen am 14.06. beim Copenhagen Sprint, einer Bühne für Sprinter, gefolgt von den Belgischen Meisterschaften am 28.06.
Diese Kalenderschraube durchbricht seine Routine, um frische Rennhärte vor dem großen Sommerziel zu sammeln.
Die Tour de France bleibt das zentrale Ziel beider Fahrer im Teamprojekt. Für Jasper Philipsen geht es darum, seine bereits neun Etappensiege bei der Tour auszubauen. Der jüngste kam am Eröffnungstag der Ausgabe 2025, als er zudem für einen Tag Gelb trug, bevor ein unglücklicher Sturz im Zwischensprint der 3. Etappe zum frühen Aus führte.
Mathieu van der Poel wiederum will seinen Fußabdruck bei der Frankreich-Rundfahrt vertiefen und einen dritten Tour-Etappensieg anpeilen. Sein Erfolg auf Etappe 2 im Vorjahr mit dem Ziel am Mûr-de-Bretagne bescherte ihm damals auch das Gelbe Trikot – übernommen von Teamkollege Philipsen.
Mathieu van der Poel ist auf den Etappen 1 & 2 ein Name, den man auf dem Zettel haben sollte
Eine Tour de Suisse mit Hochkaräter-Feld
Die Tour de Suisse 2026 deutet sich als eine der konkurrenzstärksten Ausgaben der letzten Jahre an, mit einer hochklassigen Startliste, die den Wert des Rennens als Tour-de-France-Vorbereitung unterstreicht.
Zu den Zugpferden zählen Tadej Pogacar mit UAE Team Emirates - XRG, Tom Pidcock im Pinarello Q36.5-Aufgebot, Arnaud De Lie bei Lotto-Intermarché und Primoz Roglic in den Farben von Red Bull - BORA - hansgrohe.