Mathys Rondel lieferte am Blockhaus in der siebten Giro-d’Italia-Etappe eine starke Vorstellung ab. Der 22-jährige Franzose überquerte die Ziellinie als Sechster, nur 1 Minute und 29 Sekunden hinter Etappensieger
Jonas Vingegaard. Gemeinsam mit
Michael Storer in der Teamführung unterwegs,
liegt Rondel nach dem ersten großen Bergtest der Rundfahrt nun auf Gesamtrang sieben.
Gute Beine und hohe Wattwerte
Rondel sprach direkt nach dem Ziel am Berggipfel mit Eurosport. Er räumte ein, dass die Bedingungen hart waren, fühlte sich aber in einem schnellen Rhythmus gegen die stärksten Fahrer des Rennens bestens aufgehoben.
„Ja, es war ein guter Anstieg“, sagte Rondel. „Es war ziemlich hart, ziemlich windig. Ich weiß nicht genau, auf welchem Platz ich gelandet bin, ich glaube 5. oder 6., so in etwa. Ich denke, es hätte ein bisschen besser laufen können, aber es ist völlig in Ordnung. Ja, ich hatte dieses Niveau erwartet. Wir haben gut dafür vorbereitet, da wäre es gelogen zu sagen, ich hätte nicht damit gerechnet. Andererseits weiß man zu Beginn nie, in welcher Form die anderen Fahrer sind. Mein Hauptziel heute war, mindestens in die Top 10 zu fahren, um in die Berge gut reinzukommen. Am Ende ist es sogar ein wenig besser geworden als erwartet, also passt das.“
In die Etappe gestartet war sein Ziel, die Top 10 zu knacken, um die Bergetappen auf dem richtigen Fuß zu beginnen. Schon vom Fuß des Anstiegs an war das Tempo hoch. Trotzdem fühlte er sich sehr wohl, selbst als der Powermeter hohe Wattwerte anzeigte.
Trotz des starken Ergebnisses erkannte Rondel einen Moment, in dem er taktisch cleverer hätte agieren können. Als zwei Fahrer vor ihm attackierten, zögerte er, statt sofort an deren Hinterrad zu springen.
„Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, indem ich nicht sofort auf das Hinterrad der zwei Fahrer gesprungen bin, die gegangen sind“, erklärte er. „Danach habe ich in den letzten drei Kilometern versucht, den Schaden zu begrenzen und mich aus der kleinen Gruppe zu lösen. Das stimmt mich positiv für den weiteren Verlauf. Wenn ich auf den nächsten Anstiegen das gleiche Gefühl habe, muss ich den Aufwand sofort mitgehen, dann kann ich bis oben bei ihnen bleiben.“
Mathys Rondel fährt seit 2023 für Tudor Pro Cycling
Rückenwind vom Co-Kapitän
Rondels Teamkollege und Co-Leader Michael Storer erwischte ebenfalls einen soliden Tag. Der Australier zeigte sich zufrieden damit, wie die Tudor-Formation die langen Kilometer und das schlechte Wetter gemeinsam meisterte.
„Es war eine sehr lange Etappe und wir hatten heute auch beim Wetter kein Glück, aber insgesamt bin ich mit meiner Leistung zufrieden“, sagte Storer nach dem Ziel. „Das Team war unglaublich stark, und es war großartig zu sehen, dass Mathys die Beine hatte, um anzugreifen und so ein Ergebnis einzufahren. Der Giro ist noch lang, daher gehe ich weiter Tag für Tag vor.“