„Es liegt an mir, diese Chancen zu nutzen“ – UAE-Profi will 2026 nach einem Pechjahr Erfolg haben

Radsport
Donnerstag, 01 Januar 2026 um 9:30
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UAE Team Emirates - XRG hat mit Blick auf Straßenkapitäne und Helfer, insbesondere starke Rouleure, klug nachgerüstet. Dank großer finanzieller Ressourcen konnte man einen Fahrer wie Rune Herregodts verpflichten, der auch selbst Ergebnisse liefern kann. Doch weder der Plan als Road Captain noch die eigene Ergebnisjagd gingen 2025 auf: Der Belgier kämpfte die gesamte Saison mit Verletzungen und Krankheiten. In seinem Vertragsjahr beim Emirati-Team will er nun Eindruck machen.

Rune Herregodts 2026: Neustart bei UAE – Ziele, Form und Rennplan

„Ich blicke mit gemischten Gefühlen zurück. Es war nicht die Saison, in der ich das meiste Glück hatte“, sagte Herregodts gegenüber Sporza. „Ich habe mir beim UAE Tour mein Knie an einer Tischkante gestoßen. Ich bin zwar das Eröffnungswochenende gefahren, aber danach wurden die Knieprobleme immer schlimmer und ich bin fast drei Wochen gar nicht gefahren.“
Ausgerechnet bei der UAE Tour war er 2025 am präsentesten, als er Tadej Pogacar zum Gesamtsieg verhalf. In einer Helferrolle über weite Strecken der Saison waren wenige eigene Resultate eingeplant, starke Auftritte hätten das jedoch kompensiert. Dazu kam es nicht: „Ich konnte die gewünschten Schritte nicht gehen. Im Training habe ich jedoch gemerkt, dass ich in einigen Bereichen, etwa der Ausdauer, Fortschritte gemacht habe.“ Auf die Straße brachte er das nicht, denn der Sommer wurde durch Rückschläge immer wieder ausgebremst.
„Ende Juni wurde ich krank und verpasste sowohl die belgischen Zeitfahrmeisterschaften als auch die Straßenmeisterschaften. Anfang Juli stürzte ich im Trainingslager in Livigno, weil mir die Kette durchrutschte. Ich habe mir das Schlüsselbein gebrochen und nie wieder mein Topniveau erreicht.“

Rennprogramm 2026

Für den 27-Jährigen war es also alles andere als ein ideales Jahr, doch er will 2026 mit Schwung starten. Er bestreitet die Challenge Mallorca, voraussichtlich alle Rennen, und hängt anschließend einen Rennblock im Nahen Osten an.
„Ich starte auf Mallorca, danach folgen die Tour of Oman und die UAE Tour. Danach stehen die Kopfsteinpflaster-Klassiker auf dem Plan. Normalerweise fahre ich nicht alle“, erklärt er. Tadej Pogacar peilt Siege bei der Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix an. Entsprechend wird es für Herregodts nicht leicht, sich in erwarteten Weltklasse-Aufgeboten zu behaupten.
Wie für die meisten Fahrer im Team wird es dennoch Chancen geben. Konkret hat er die Baloise Belgium Tour als Woche markiert, in der er sich zeigen möchte. „Das hängt von meiner Form und Ausfällen im Team ab. Davor folgen noch ein paar kleinere Rennen. Wenn ich in den Wochen vor der Baloise Belgium Tour gut fahre, muss ich mich nicht von Beginn an aufopfern. Mit einem guten Zeitfahren kann ich dann auf die Gesamtwertung schauen.“
Zeigt er die Beine aus der Zeit vor UAE, als er mehrere hochkarätige Siege und Resultate – oft aus Ausreißergruppen und mit Soli – feierte, kann er sich deutlich häufiger vorne präsentieren. „Als Team versuchen wir, diese Rennen mit mehreren Fahrern offensiv zu gestalten. Dann ergeben sich die Möglichkeiten. Und dann liegt es an mir, sie zu nutzen“, schloss er.
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