„Es könnte sicher helfen…“ – Wout Van Aert sieht harte Tirreno–Adriatico-Etappe als Vorbereitung auf Mailand–Sanremo

Radsport
durch Nic Gayer
Freitag, 13 März 2026 um 14:30
TirrenoAdriatico2026_WoutVanAert
Wout van Aert verpasste auf der 4. Etappe der Tirreno–Adriatico 2026 zwar den Sieg, präsentierte sich jedoch in starker Verfassung. Auf der 5. Etappe warten fast 4000 Höhenmeter. Obwohl das Profil wenig mit Milano–Sanremo gemein hat, nutzt Van Aert den Tag bewusst als Härtetest vor dem ersten Monument der Saison.
Im Finale nach Martinscuro präsentierte sich das Team Visma - Lease a Bike im Positionskampf vor dem letzten Anstieg äußerst souverän. Timo Kielich legte mit einer starken Führungsarbeit den Grundstein, danach übernahm Matteo Jorgenson die Kontrolle am Anstieg. Der US-Amerikaner unterband Attacken und reduzierte das Feld mit einem Tempo, das Van Aert problemlos mitgehen konnte.

Van Aert erwartet GC-Tag

Die 5. Etappe kommt vor allem den Kletterern entgegen, denn zahlreiche Anstiege prägen das Profil. Ob sich ein klassischer Tag für die Gesamtwertung entwickelt oder ob Puncheure wie Van Aert oder auch Mathieu van der Poel ihre Chance bekommen, entscheidet vor allem das Tempo über den gesamten Renntag.
Wout Van Aert zeigte auf der 4. Etappe von Tirreno–Adriatico starke Form und nutzt den schweren fünften Renntag mit fast 4000 Höhenmetern als wichtigen Härtetest auf dem Weg zu Milano–Sanremo
Wout Van Aert zeigte auf der 4. Etappe von Tirreno–Adriatico starke Form und nutzt den schweren fünften Renntag mit fast 4000 Höhenmetern als wichtigen Härtetest auf dem Weg zu Milano–Sanremo
„Ich denke, es ist vor allem etwas für die Klassementfahrer, weil es den ganzen Tag rauf und runter geht. Es gibt viele steile Anstiege, die ‚für sich genommen‘ vielleicht gerade noch in meinem Bereich liegen. Aber die Abfolge wird dafür sorgen, dass es am Ende wohl ein Kampf nur unter den GC-Fahrern wird“, erklärte Van Aert am Morgen gegenüber VTM.
Entsprechend dürfte Matteo Jorgenson beim Team Visma - Lease a Bike die geschützte Rolle einnehmen. Der Amerikaner zeigt derzeit starke Form und startet als Gesamtvierter in die Etappe. Van Aert könnte daher erneut eine Helferrolle übernehmen - ähnlich wie auf Etappe 2 - oder bei guten Beinen Freiheiten erhalten, um Attacken zu folgen und im Finale seine Chancen zu suchen.
Insgesamt stehen rund 3800 Höhenmeter auf dem Programm, doch im Finale fehlen die ganz großen Berge. Der Schlussanstieg zum Santuario de Beato Sante misst 4,2 Kilometer bei durchschnittlich 6,2 Prozent und endet praktisch direkt im Ziel in Mombaroccio. Für Fahrer mit Blick auf die Frühjahrsklassiker bietet dieser Anstieg einen wertvollen Formtest. Neben Van Aert haben in dieser Woche auch Mathieu van der Poel und Filippo Ganna ihre starke Verfassung eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Für Van Aert dient der Tag zugleich als wichtiger Schritt in Richtung Milano–Sanremo, das in acht Tagen stattfindet. „Es könnte gutes Training sein, heute noch einmal hart zu fahren als Vorbereitung auf nächste Woche“, sagt er offen. „Man kann den Kurs hier überhaupt nicht mit Milano–Sanremo vergleichen, das stimmt. Dort sind es sehr schnelle, nicht steile Anstiege; heute ist es das Gegenteil. Aber es kann auf jeden Fall helfen.“
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