Paris–Nizza 2026, Etappe 6: Vorschau, Profile, Favoriten & Prognosen – Sprint oder Kampf um die Gesamtwertung an einem weiteren welligen Tag?

Radsport
Donnerstag, 12 März 2026 um 18:30
Vingegaard
Die Ausgabe 2026 von Paris–Nizza findet vom 08. bis 15.03. statt und ist wie jedes Jahr eines der Schlüsselereignisse des Frühjahrs im Profiradsport. Sie bietet Chancen für Kletterer, Sprinter und Klassikerjäger. Wir blicken auf Etappe 6, deren Start und Ziel gegen 12:50 bzw. 16:45 CET erwartet werden.
Das Rennen wurde 1933 erstmals ausgetragen und vom Belgier Alfons Schepers gewonnen. Dem Charakter der Fahrt entsprechend – von Paris an die Côte d’Azur – wird es oft „Rennen zur Sonne“ genannt, und auf der Straße trifft das häufig zu. An acht Renntagen hat es über Generationen hinweg einige der Allergrößten des Sports gekrönt. Jacques Anquetil, Tom Simpson, Eddy Merckx, Raymond Poulidor, Joop Zoetemelk, Sean Kelly (Rekordsieger, von 1982 bis 1988 jede Ausgabe gewonnen), Miguel Indurain, Laurent Jalabert...
Die Liste ließe sich fortsetzen, und in den letzten Jahren hat das Rennen nichts an Bedeutung verloren. Moderne Legenden wie Alberto Contador, Tony Martin, Bradley Wiggins, Geraint Thomas, Primož Roglič und Tadej Pogačar haben ihre Namen in die Geschichtsbücher eingetragen. 2025 holte sich Matteo Jorgenson den Gesamtsieg und verteidigte ihn mit starken Auftritten auf allen Terrainarten.

Streckenprofil Etappe 6: Barbentane - Apt

Streckenkarte der 6. Etappe der Paris–Nizza 2026
Etappe 6: Barbentane - Apt, 179,3 Kilometer
Der sechste Renntag ist erneut ein Schauplatz, an dem Puncheure, Sprinter, Kletterer und Ausreißer um die Ehre kämpfen, bevor es Richtung Nizza geht. Mit zwei kurzen Anstiegen früh im Rennen sind die Chancen groß, dass sich eine starke Ausreißergruppe mit Klassikerspezialisten bildet.
Spät im Rennen warten drei Anstiege, aber keiner ist übermäßig schwer. Der erste misst 7,2 km bei 4,3 % und endet 34,5 km vor dem Ziel; der zweite weist am Gipfel einen Zwischensprint auf und liegt 16 Kilometer vor dem Ziel mit 2,7 Kilometern à 5 % im Schnitt...
Der letzte Anstieg ist 4,1 km lang bei 5 % und endet nur 4,5 Kilometer vor dem Ziel. Der Berg ist nicht allzu hart, doch jede Lücke kann den Sieg bedeuten, denn die Anfahrt nach Apt ist fast durchgehend abfallend; sehr schnell, bevor der technische, flache Schlusskilometer zur Ziellinie führt.

Die Favoriten

Die Etappe kann im Sprint enden, denn die Anstiege sind nicht extrem und es geht eher darum, wer überlebt und dann um den Sieg spurten kann. Viel hängt vom Tempo des Tages ab, da es keine klaren Topfavoriten gibt und bei zu hohem Grundtempo die meisten Sprinter früh abreißen. Fahrer wie Axel Zingle, Laurence Pithie und Dorian Godon könnten die Ausnahme bilden und ihre Teams vielleicht zur Verfolgung bewegen, um die Fluchtgruppe kontrollierbar zu halten.
Klassikerspezialisten wie Matteo Trentin, Rick Pluimers und Anthony Turgis haben hier ebenfalls das Potenzial für einen großen Tag, und ich würde Jensen Plowright nach seiner Leistung auf der Königsetappe – inklusive irgendwie erkämpftem Top 10 – nicht abschreiben. Etappensieger 2 Max Kanter, Cees Bol, Bryan Coquard und Marijn van den Berg sind ebenfalls Fahrer, die in Form solide klettern und deshalb berücksichtigt werden sollten.
Sicher werden wir auch die Klassementfahrer weit vorne sehen, und bei möglichen Attacken im Finale werden sie mitmischen. Einen Etappensieg von Jonas Vingegaard erwarte ich nicht, die Ankunft ist für ihn wohl zu explosiv, auch wenn er der stärkste Kletterer im Rennen ist. Eher ist es ein Tag für einen opportunistischen Vorstoß. Ein Fahrer wie Kévin Vauquelin könnte das auf dem Papier, würde aber wohl eng markiert. Namen wie Ion Izagirre, Harold Tejada, Marc Soler oder Oscar Onley könnten hingegen nicht sofort gedeckt werden – das öffnet Chancen.
Weitere starke Fahrer wie Andreas Leknessund oder Iván Romeo sind für diesen Anstiegstyp gut geeignet, und ich würde Tim van Dijke nach der Form der Vortage für eine Überraschung nicht ausschließen.

Prognose Paris–Nizza 2026, Etappe 6

⭐⭐⭐ Dorian Godon, Matteo Trentin
⭐⭐ Axel Zingle, Laurence Pithie
⭐ Anthony Turgis, Cees Bol, Marijn van den Berg, Jonas Vingegaard, Kévin Vauquelin, Ion Izagirre, Harold Tejada, Oscar Onley, Iván Romeo, Tim van Dijke
Tipp: Dorian Godon
Wie: Sprint eines reduzierten Feldes
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