Michael Valgren hat die 5. Etappe von Tirreno–Adriatico gewonnen - eine der seltenen Gelegenheiten in dieser Saison, bei der eine Ausreißergruppe bei einem großen Rennen durchkam. Der dänische Klassikerspezialist sicherte sich damit seinen ersten Sieg seit 2021.
Im Feld bestimmten zunächst Vorsicht und Kontrolle das Geschehen, doch
Isaac Del Toro sorgte am Schlussanstieg für Bewegung. Der Mexikaner attackierte entschlossen, distanzierte Giulio Pellizzari und eroberte erneut das Blaue Trikot.
Valgren krönt starke Flucht - Del Toro dreht im Finale auf
Die Etappe führte über 184 Kilometer und war damit kürzer als an den Vortagen. Mit rund 3800 Höhenmetern verlangte der Kurs dem Feld dennoch alles ab. Früh setzte sich eine Ausreißergruppe ab, in der sich Julian Alaphilippe, Edward Planckaert, Emiel Verstrynge, Joan Bou, Michael Valgren, Jack Haig, Georg Zimmermann und Sjoerd Bax sammelten.
Die Gruppe kämpfte sich über ein ständiges Auf und Ab mit zahlreichen Anstiegen. 26 Kilometer vor dem Ziel - auf der vorletzten Runde - setzte Michael Valgren zur entscheidenden Attacke an. Julian Alaphilippe schloss zunächst auf, doch der Franzose musste bereits am Fuß des letzten Anstiegs abreißen lassen. Valgren setzte seine Fahrt allein fort und brachte den Etappensieg für EF Education - EasyPost souverän ins Ziel.
Im Peloton bot der Kurs mehrere Möglichkeiten für Angriffe, doch lange Zeit hielt sich das Feld zurück. Das UAE Team Emirates - XRG übernahm über weite Strecken die Tempoarbeit und kontrollierte das Rennen.
Isaac Del Toro setzte schließlich im unteren Teil des Schlussanstiegs die entscheidende Attacke. Der Mexikaner nahm kurz Tempo heraus, nachdem er die Schwierigkeiten von Giulio Pellizzari erkannt hatte. Bei lediglich zwei Sekunden Abstand zwischen beiden blieb die Gesamtführung zunächst offen.
Doch trotz seiner frühen Führungsarbeit zeigte sich schnell, dass Del Toro die stärkeren Beine hatte. Auf der letzten Rampe zog er erneut an und ließ Pellizzari endgültig stehen. Del Toro sprintete als Zweiter über die Ziellinie, Matteo Jorgenson folgte dahinter - und damit drehte der Mexikaner die Gesamtwertung erneut.