Andy Schleck hat
Mattias Skjelmose vor
Lüttich–Bastogne–Lüttich eine klare Marschroute vorgegeben. Der frühere Sieger und aktuelle stellvertretende Sportdirektor von
Lidl-Trek stützt sich dabei auf Erfahrung und Autorität im Team, das einen Podestplatz anvisiert.
Gegenüber TV 2 Sport stellte der Gewinner von 2009 klar, dass Zögern keine Option ist, wenn die entscheidende Attacke kommt. „Er soll sich nicht verstecken, sondern dem stärksten Fahrer folgen.“
Ein Rennen, das später entschieden werden könnte
Während die jüngsten Ausgaben oft an der Côte de La Redoute geprägt wurden, hält Schleck es für möglich, dass der entscheidende Zug später erfolgt. „Ich bezweifle, dass es an La Redoute passiert, weil Roche-aux-Faucons später im Rennen noch kommt“, erklärte er.
Diese Einschätzung spiegelt die Entwicklung von Lüttich–Bastogne–Lüttich wider, wo die Schlusssequenz der Anstiege weiterhin bestimmt, wie und wann das Rennen entschieden wird. „Unser Ziel ist das Podium“, ergänzte Schleck. „Irgendwann wird es eine Gruppe geben, und ab da liegt es an den Teams der Favoriten, das Rennen zu kontrollieren.“
Skjelmose im Einklang mit der Teamambition
Diese Botschaft teilt Mattias Skjelmose, der ebenfalls klarstellt, dass Lidl-Trek mit einem eindeutigen Auftrag anreist. „Unser Ziel ist ein Podium“, sagte er.
Das Selbstvertrauen des Dänen speist sich aus einer starken Ardennen-Woche, in der er bereits Resultate eingefahren hat, die seine Perspektive vor dem Monument am Sonntag prägen. „Ich habe zuletzt schon Ergebnisse geholt, sowohl beim Amstel als auch beim Flèche Wallonne. Es wäre also kein Desaster, wenn es komplett schiefgeht. Aber das heißt nicht, dass ich nicht alles für dieses Podium geben werde.“
Skjelmose wurde Zweiter beim Amstel Gold Race 2026
Zwei Leader für das Finale
Ein zentrales Element der Lidl-Trek-Taktik ist die Möglichkeit, in der Entscheidung mehrere Optionen auszuspielen.
Giulio Ciccone teilt sich die Kapitänsrolle.
„Ich bin überzeugt, dass es einen großen Unterschied machen kann, im Finale zwei Karten zu haben“, erklärte Skjelmose. „In den letzten Jahren ist Tadej Pogacar einfach weggefahren. Ansonsten gab es relativ große Gruppen, in denen von hinten taktiert werden kann.“
Diese Flexibilität kann in einem Rennen entscheidend sein, in dem Positionierung und Timing oft über den Ausgang bestimmen. „Deshalb kann es einen großen Unterschied machen, zwei Optionen zu haben, wenn es ums Podium geht.“
Vertrauen unter Teamkollegen
Auch wenn die finalen Entscheidungen vom Rennverlauf abhängen, dürfte das Verhältnis zwischen Skjelmose und Ciccone eine Schlüsselrolle spielen.
„Es geht um Cicco und mich“, sagte Skjelmose. „Cicco und ich haben ein sehr gutes Verhältnis und sind sehr ehrlich miteinander. Vielleicht klärt es sich im Rennen von selbst, aber ich habe keine Angst, für ihn zu arbeiten. Und ich glaube nicht, dass er zögern würde, mir zu helfen, wenn es darauf ankommt.“
Giulio Ciccone bei der Teampräsentation vor Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026
All-in, wenn es zählt
Aus Sicht der sportlichen Leitung wie der Fahrer ist die Botschaft von Lidl-Trek konsistent. Das Team kommt mit klarem Ziel, mehreren Optionen und einer definierten Strategie für die Entscheidungsphase.
Für Schleck ist die Anweisung simpel. Wenn der Moment da ist, gibt es keinen Platz für Zögern. Dem stärksten Fahrer folgen und sich voll committen.