Mads Pedersen steht nach einer weiteren offensiven Vorstellung auf der
20. Etappe vor dem Gewinn der Punktewertung bei der
Tour de France 2026. Der Lidl-Trek-Profi ging früh in die Ausreißergruppe, holte die Maximalzahl am Zwischensprint und entzog sich damit der Konkurrenz. Mit nur noch der Schlussetappe nach Paris vor sich muss der Däne nun nur ins Ziel kommen, um erstmals in seiner Karriere das Grüne Trikot zu sichern.
Pedersen macht Grün mit Attacke nach Lehrbuch klar
Pedersen zögerte auf der letzten Bergetappe nicht, sprang in die entscheidende Gruppe des Tages und setzte klar den Fokus auf den Zwischensprint. Seine Ausbeute: die vollen 25 Punkte – faktisch die Vorentscheidung im Kampf um Grün.
Nach der Etappe sprach Pedersen von einem erfüllten Karriereziel. „Es ist schön! Was für eine Woche, und was für eine Tour das war. Und eines meiner Karriereziele ist jetzt erreicht. Es ist absolut unglaublich, heute das Buch quasi zu schließen und morgen im Grunde nur noch ins Ziel kommen zu müssen“, sagte er in einem
Interview im Ziel.
Der Däne erklärte, er habe seine Kräfte an den frühen Rampen des Col de la Croix de Fer bewusst dosiert und im richtigen Moment zugeschlagen. „Ich wollte es unten nicht übertreiben, also bin ich mein eigenes Tempo gefahren. Dann haben sie im Feld irgendwann ein bisschen rausgenommen.“
Da das Finale seinem späten Vorstoß entgegenkam, ging Pedersen volles Risiko. „Ich wusste, dass es sich über die letzten fünf Kilometer etwas abflachen würde, also musste ich die Chance nutzen und dann eine gute Abfahrt fahren. Es hat sich ausgezahlt. Es war absolut unglaublich.“
Blick richtet sich nun auf Paris
Mit der praktisch gesicherten Punktewertung muss Pedersen auf der Schlussetappe seinen Vorsprung nicht mehr verteidigen.
Stattdessen kann der Lidl-Trek-Fahrer den Fokus voll auf einen weiteren Prestigesieg auf den Champs-Élysées legen.
„Jetzt muss ich nicht mehr an Pech, Platten oder sonst was denken. Jetzt zählt nur noch der Sieg in Paris.“