Einer Rubio nach Zusammenstoß mit einem Teamwagen von UAE Team ins Krankenhaus gebracht: rund 20 Stiche im Gesicht

Radsport
Samstag, 25 Juli 2026 um 6:00
Einer Rubio Movistar Tour de Francia
Die 19. Etappe der Tour de France lieferte eines der beunruhigendsten Bilder dieser Ausgabe mit dem Sturz von Einer Rubio am Anstieg nach Alpe d’Huez. Der kolumbianische Kletterer vom Movistar Team, in aussichtsreicher Position und mit realistischen Chancen auf ein Topresultat der Etappe, musste das Rennen aufgeben, nachdem er am Berg mit einem Auto des UAE Team Emirates-XRG kollidiert war.
Die ersten Meldungen zu seinem Zustand fielen nicht beruhigend aus. Nach der Versorgung durch den medizinischen Dienst benötigte Rubio rund 20 Stiche im Gesicht als Folge des heftigen Aufpralls beim Unfall. Zudem wird der Fahrer in ein Krankenhaus in Grenoble verlegt, wo weitere Untersuchungen erfolgen, um schwerere Verletzungen auszuschließen und das genaue Ausmaß des Aufpralls zu klären.
Der Vorfall wurde von der offiziellen TV-Übertragung der Tour nicht erfasst, aber vom Norweger Tobias Halland Johannessen gegenüber TV2 geschildert. „Ich sah, wie Rubio vom Movistar-Team in das Auto von UAE fuhr. Das sah überhaupt nicht gut aus. Ich frage mich, ob er mit dem Gesicht die Scheibe eingeschlagen hat. Ich hoffe, es geht ihm gut“, erklärte der Fahrer von Uno-X Mobility.
Kurz darauf bestätigte das Movistar Team offiziell den Ausstieg des Kolumbianers, der bis dahin eine seiner stärksten Leistungen der gesamten Rundfahrt zeigte.

Ein Ausstieg im Kampf um ein Topresultat

Der Rückzug trifft das Telefónica-Team besonders hart. Rubio hatte den Sprung in die Gruppe des Tages geschafft und hielt sich unter den besten Kletterern der Etappe. Vor dem Unfall fuhr er weiterhin mit realen Chancen auf Platz sechs, ein Ergebnis von großer Bedeutung – sportlich prestigeträchtig und wertvoll für die UCI-Punkte, die ein um die Konsolidierung seiner Weltranglistenposition kämpfendes Movistar Team dringend gebrauchen kann. All diese Arbeit war in Sekunden zunichte.

Der Blick auf die Organisation

Das Geschehen rückt erneut das Race-Management am Alpe d’Huez in den Fokus. Wie üblich drängten sich Tausende Fans an den Straßenrändern, verengten die Fahrbahn und ließen den Fahrern nur minimalen Platz. In diesem Umfeld ist kaum zu verstehen, dass ein Teamfahrzeug zwischen den Fahrern unterwegs war.
Den ersten Informationen zufolge musste Rubio wegen der Menschenmenge das Tempo herausnehmen und prallte schließlich gegen das Auto des UAE Team Emirates-XRG. Der Unfall zeigt einmal mehr das enorme Risiko, Fahrzeuge in einem komplett überfüllten Anstieg verkehren zu lassen.
Die Tour de France rühmt jedes Jahr die einzigartige Atmosphäre am Alpe d’Huez. Wenn dieses Spektakel jedoch damit endet, dass ein Fahrer aufgibt, rund zwanzig Stiche erhält und ins Krankenhaus gebracht wird, bleibt ein völlig anderes Bild zurück. Für das Movistar Team bedeutet der Sturz neben dem Ausfall eines seiner besten Bergfahrer auch den Verlust einer goldenen Chance auf eines der besten Tour-Ergebnisse und ein bedeutendes UCI-Punktekonto.
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