Der Fall, der das Junioren-Straßenrennen bei den Straßen-Weltmeisterschaften 2025 in Kigali überschattete, ist abgeschlossen. Die Union Cycliste Internationale hat bestätigt, dass der aserbaidschanische Fahrer Artyom Proskuryakov nach einem Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln für drei Jahre gesperrt wurde – ein Abschluss des Verfahrens, das
im vergangenen Herbst mit einer vorläufigen Suspendierung begann.
Proskuryakov geriet erstmals unter Verdacht, nachdem er während der Weltmeisterschaften einen negativen analytischen Befund geliefert hatte: Zwei am 23.09.2025 entnommene Proben waren positiv auf Methamfetamin (D-) und dessen Metaboliten.
Die
UCI verhängte damals eine vorläufige Suspendierung, bis die Bewertung im Rahmen ihres Anti-Doping-Regelwerks abgeschlossen war.
Dieses Verfahren hat nun in eine definitive Sanktion gemündet.
Die UCI bestätigte, dass Proskuryakov „mit einer dreijährigen Wettkampfsperre belegt worden ist“, die bereits in Kraft ist. Laut dem Verband „begann der Zeitraum der Ineligibilität am 18.11.2025 und gilt bis zum 17.11.2028“.
Von der vorläufigen Suspendierung zur endgültigen Sanktion
Die Dauer der Sperre unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der der Fall behandelt wurde. Methamfetamin (D-) ist unter Klasse S6.A der Verbotsliste geführt, die nicht spezifizierte Stimulanzien umfasst, die im Wettkampf verboten sind – eine Kategorie, die nach festgestelltem Verstoß nur wenig Spielraum für Milderung lässt.
Anstatt zu einer vollständigen Disziplinarverhandlung überzugehen, bestätigte die
UCI, dass „der Fall im Wege einer Anerkennung der Folgen gemäß Code und UCI-ADR abgeschlossen wurde“, ein Mechanismus, der das Verfahren beendet, sobald die Verantwortung akzeptiert ist. Mit diesem Schritt erklärte der Verband, er „werde sich nicht weiter äußern“.
Das Urteil schließt einen Fall ab, der nicht nur wegen der Substanz auffiel, sondern auch, weil er bei einer
Weltmeisterschaft und in der Juniorenklasse publik wurde. Eine dreijährige Sperre nimmt Proskuryakov faktisch mehrere entscheidende Entwicklungsjahre, zumal sie tief in die sonst prägende Übergangsphase vom Junioren- ins Elitealter hineinreicht.
Die
UCI bekräftigte zudem, dass ihr Anti-Doping-Programm seit 01.2021 an die International Testing Agency delegiert ist, wobei die ITA Cycling Unit die sauberen Sportprogramme in allen Disziplinen führt, während die UCI weiterhin für das Ergebnismanagement und die Verfolgung von Verstößen verantwortlich bleibt.
Mit der nun bestätigten Sanktion und einer Laufzeit bis Ende 2028 wechselt der Fall von der Ermittlung zur Konsequenz. Für den Juniorenradsport ist es eine Erinnerung, dass Kontrollen und Strafen bei Weltmeisterschaften unabhängig von Alter oder Kategorie unverändert gelten.