Team Jayco AlUla gehörte zu den auffälligsten Formationen im Mannschaftszeitfahren beim Trofeo Ses Salines, dem Auftakt der Challenge Mallorca. Das australische Team setzte im Ziel zunächst die Bestzeit und unterbot damit einen der großen Favoriten, Tudor, bevor es später von
Remco Evenepoels Red Bull - BORA - hansgrohe und dem Movistar Team auf Rang drei verdrängt wurde.
Wie Jayco AlUla beim schnellen MZF den Favoriten Paroli bot
Während sie noch in Führung lagen und der Sieg greifbar schien, sprach
Michael Matthews mit den Medien über die Teamleistung und die Eindrücke nach einem sehr schnellen, fordernden MZF. Der Australier betonte zunächst den Kontext rund um den Auftritt von Jayco-AlUla. „Es fühlte sich gut an. Es war unser erstes Rennen zusammen in einem Mannschaftszeitfahren in dieser Saison, und man weiß nie genau, wie es laufen wird, aber ich denke, wir haben es gut gemanagt“, erklärte er.
Im Gespräch mit
Cycling Pro Net hob Matthews den symbolischen Wert hervor, zu diesem Zeitpunkt zwei der favorisierten Teams hinter sich gelassen zu haben. „Bislang liegen wir vor zwei Teams, und ich denke, das waren die großen Favoriten für heute, also ist es ein guter Start“, sagte er und meinte damit direkt Tudor, das um zwei Sekunden geschlagen wurde.
Die Streckencharakteristik war ein weiterer Schlüsselpunkt in der Analyse des Australiers. Das Mannschaftszeitfahren des Trofeo Ses Salines war durch eine sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeit und entscheidende Windbedingungen geprägt, die die Strategie bestimmten. „Es war ein wirklich schnelles Zeitfahren. Auf dem Hinweg gab es ordentlich Rückenwind und auf dem Rückweg starken Gegenwind“, erklärte Matthews. Angesichts dieses Szenarios war der Plan von Beginn an klar. „Wir haben versucht, auf dem Hinweg so viel wie möglich zu sparen und es dann im letzten Teil einfach nach Hause zu bringen“, fügte er hinzu.
Das Zwischenresultat bestätigte diese Strategie, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit nahe 59 Kilometern pro Stunde – ein Beleg für Intensität und Niveau des Einsatzes. Matthews blieb jedoch vorsichtig, ob dieser Wert zum Sieg reichen würde. „Ich bin mir nicht sicher“, gab er offen zu.
Der Maßstab für Jayco
Der Australier verwies erneut auf Tudor als wichtigsten Vergleichswert des Tages. „Wie ich schon sagte, Tudor war wahrscheinlich der große Favorit für heute. Sie haben hier eine sehr starke Mannschaft“, merkte er an. Insofern war es für Jayco-AlUla schon ein Erfolg, vor dem Schweizer Team zu liegen. „Wenn wir vor ihnen sind, ist das ein guter Anfang, und dann heißt es Daumen drücken und schauen, was passiert“, schloss er.
Am Ende drückten die Zeiten von Red Bull BORA und Movistar Team die Australier auf Platz drei, doch die Vorstellung von Jayco-AlUla hinterließ zum Saisonauftakt positive Signale.