Arne Marit hat seine lange Durststrecke eindrucksvoll beendet. Seinen letzten Sieg hatte der Belgier 2022 bei einem Nicht-UCI-Rennen gefeiert, sein einziges Profi-Ergebnis davor stammte vom GP du Morbihan. In drei Jahren bei Intermarché - Wanty blieb der Sprinter ohne Erfolg. An seinem ersten Renntag für Red Bull - BORA - hansgrohe schlug er nun direkt zu und gewann das Abschlussrennen der Challenge Mallorca.
„Es war ein perfektes Rennen für uns. Der Beginn war ruhig, aber wir wussten, der Schlüsselpunkt ist die 180-Grad-Wende 2,4 Kilometer vor dem Ziel“, erklärte Sportdirektor Pello Olaberria in einer Pressemitteilung. „Die Jungs positionierten sich exakt wie geplant, und Arne hat es auf unglaubliche Weise vollendet. Dass Alessio Magnanotti zudem Dritter wird, ist herausragend. So schließt man eine derart erfolgreiche Woche perfekt ab.“
Chaotisches Finale - perfektes Timing
Die Trofeo Palma bot den Sprintern die einzige echte Chance der Rennwoche auf Mallorca, und Marit setzte diese Möglichkeit konsequent um. Damit verlängerte er zugleich die Siegesserie von Red Bull - BORA - hansgrohe bei der Rundfahrt. Nach dem Erfolg im Mannschaftszeitfahren sowie den Siegen von Remco Evenepoel bei der Trofeo Serra de Tramuntana und Trofeo Andratx setzte nun auch Marit ein Ausrufezeichen.
In einem chaotischen Finale orientierte sich der Belgier zunächst am Hinterrad von Ivan García Cortina, der in Palma de Mallorca früh eröffnete. Marit wartete geduldig und zündete dann mit perfektem Timing seinen eigenen Sprint bis zur Linie - es war der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere.
„Der Sturz in der letzten Kurve hat die Situation komplett verändert, also habe ich mich in Sekundenbruchteilen entschieden, voll durchzuziehen, und ab 300 Metern war es nur noch Vollgas“, sagte Marit. „Eine Woche mit vier Siegen in fünf Rennen zu beenden, ist großartig für das gesamte Team. Persönlich, nach drei Jahren ohne Sieg - mein letzter Erfolg 2022 war kein UCI-Rennen - bedeutet mir das sehr viel. Und mit Alessio ebenfalls auf dem Podium zu stehen, ist besonders. Er ist ein junger Fahrer mit enormem Talent.“
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.