„Ich habe noch Zeit“ – Mathieu van der Poel wird keine schnelle Entscheidung über seine Cross-Zukunft treffen

Cyclocross
durch Nic Gayer
Sonntag, 01 Februar 2026 um 19:00
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Wann sollte eine Erfolgsgeschichte enden? Mathieu van der Poel hat jüngst den Rekord für die meisten Weltcupsiege im Cyclocross aufgestellt und kurz darauf seinen achten WM-Titel gewonnen. Damit steht der Niederländer einzigartig in der Geschichte der Disziplin. Mit 31 Jahren befindet er sich sportlich weiterhin auf dem Höhepunkt. Doch nachdem er die Liste seiner Cross-Erfolge praktisch vollständig abgehakt hat, drängt sich eine zentrale Frage auf: Hört van der Poel jetzt auf?
Bereits im Dezember sprach der Niederländer offen über seine Zukunft im Cyclocross. „Ja, ich denke darüber nach. Ich habe immer gesagt, es wäre sehr schön, in meinem eigenen Land mit dem Rekord aufzuhören. Darüber hinaus gäbe es im Cyclocross nicht mehr viel für mich zu erreichen.“ In Hulst setzte er diesen Worten Taten entgegen, gewann die Weltmeisterschaft unangefochten und sicherte sich seinen achten WM-Titel. Mit der Form und der Dominanz, die er aktuell zeigt, könnte van der Poel den Rekord problemlos weiter ausbauen. Doch genau das scheint ihn nicht mehr anzutreiben.

Fokus auf Straße und ein „normales“ Frühjahr?

Nach einem Jahrzehnt, in dem van der Poel seine Winter und Frühjahre konsequent zwischen Cross und Straße aufteilte, verspürt er zunehmend Lust auf ein „normales“ Frühjahr. Auch auf der Straße zählt er zur absoluten Weltspitze, dort warten weiterhin große Ziele und Rennen, die er noch gewinnen kann. Seine aktuelle Form liefert die passenden Argumente dafür.
In den kommenden Monaten wird daher offenbleiben, wie seine Planung für den nächsten Winter aussieht. Möglich erscheint alles: eine komplette Pause vom Cyclocross, eine verkürzte Saison oder doch noch einmal ein voller Winter im Regenbogentrikot. Klar ist nur, dass diese Entscheidung nicht unter Zeitdruck fällt.
„Ich habe noch Zeit. Bis zur nächsten Cross-Saison ist es noch lange hin“, erklärte van der Poel gegenüber Wielerflits. Die Bedeutung des Erreichten ist ihm bewusst, schließlich beendet er eine weitere Cross-Kampagne auf dem absoluten Höhepunkt. „Es ist immer besonders, aber dieser Titel ist einzigartig, weil er mich zum alleinigen Rekordhalter macht - und das auch noch in meinem eigenen Land.“
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