Analyse: Jonas Vingegaards fünf größte Rivalen bei Paris–Nizza 2026

Radsport
Donnerstag, 05 März 2026 um 21:30
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Nach Monaten des Wartens und mehreren frühen Rückschlägen kehrt Jonas Vingegaard endlich ins Renngeschehen zurück. Der Start von Paris–Nizza 2026 markiert das lang erwartete Saisondebüt des Team Visma | Lease a Bike-Kapitäns nach einem Winter mit Stürzen und Krankheit.
Für Radsportfans bringt die Fernfahrt zur Sonne damit nicht nur das erste große Etappenrennen des Frühlings, sondern auch die Rückkehr eines der größten Stars des Sports. Und wenn ein Fahrer an den Start geht, der Tadej Pogacar zweimal bei der Tour de France geschlagen hat, steigen zwangsläufig die Erwartungen.
Trotz seiner Rennpause seit Oktober 2025, als er die European Championships aufgab, reist der Däne mit einem Status nach Paris–Nizza, der ihn sofort zu einem der Favoriten für das Gesamtklassement macht. Doch ein Comeback nach fünf Monaten ohne Wettkampf ist nie einfach, und mehrere starke Gegner werden versuchen, daraus Kapital zu schlagen.
Mit nur einer Bergankunft, der 7. Etappe nach Auron, dazu viel Mittelgebirge und einem entscheidenden Mannschaftszeitfahren könnte der Kampf um Gelb offener sein als üblich.
Hier sind fünf Fahrer, die Vingegaard bei Paris–Nizza 2026 am ehesten herausfordern können.

1. Juan Ayuso

Der neue Kapitän von Lidl–Trek wirkt als klarster Gegenspieler Vingegaards vor Rennbeginn. Ayuso kommt in Topform nach seinem Gesamtsieg bei der Volta ao Algarve 2026, wo er auch die Schlussetappe gewann und über die Woche konstant beeindruckte.
Als starker Zeitfahrer und explosiver Puncheur könnte Ayuso vor allem im dominierenden Mittelgebirge dieses Kurses gefährlich werden. Wenn Lidl–Trek im Mannschaftszeitfahren liefert und Ayuso Zeitbonifikationen einsammelt, könnte der Vorsprung vor dem entscheidenden Anstieg nach Auron schnell beachtlich werden.

2. Joao Almeida

Knapp hinter Ayuso rangiert unter den Favoriten Joao Almeida von UAE Team Emirates XRG, einer der verlässlichsten Akteure in einwöchigen Rundfahrten.
Vergangene Saison gewann der Portugiese Itzulia Basque Country, die Tour de Romandie und die Tour de Suisse in Serie und unterstrich damit seine Fähigkeit, einwöchige Gesamtwertungen zu kontrollieren und zu managen.
Auch ohne Sieg im Jahr 2026 zeigt Almeida bereits Konstanz mit Podiumsplätzen bei der Volta a la Comunitat Valenciana und der Volta ao Algarve.

3. Oscar Onley (und INEOS Grenadiers)

Ein weiterer ernsthafter Anwärter ist Oscar Onley, der prominente Neuzugang der INEOS Grenadiers vor der Saison 2026.
Der 23-jährige Brite startete beim Volta ao Algarve und wurde Gesamtvierter, nur 23 Sekunden hinter Almeida. Diese Leistung gab einen frühen Eindruck des Niveaus, das er in sein neues Team einbringt.
INEOS könnte zudem auf Überzahl setzen. Neben Onley sind sowohl Kevin Vauquelin als auch Carlos Rodriguez fähig, um die Gesamtwertung zu fahren, was den Briten über die Woche mehrere taktische Optionen eröffnet.

4. Mattias Skjelmose

Lidl–Trek bringt mit Mattias Skjelmose einen weiteren Top-Anwärter, der Paris–Nizza mit der gleichen Ambition bestreitet wie Teamkollege Ayuso.
Statt einer klaren Hierarchie gilt das Rennen als früher Test, wie das Duo zusammen funktionieren kann, bevor es später in der Saison möglicherweise die Verantwortung teilt.
Skjelmoses Qualitäten als Puncheur könnten auf dem welligen Profil, das dieses Jahr stark vertreten ist, besonders wertvoll sein.
Mattias Skjelmose
Vingegaards Landsmann Mattias Skjelmose wird einer der größten Rivalen des Visma-Kapitäns bei Paris–Nizza 2026 sein

5. Daniel Martinez

Schließlich steht Daniel Martinez für eine unberechenbarere Gefahr. Der Kolumbianer stand beim Giro d’Italia 2024 auf dem Podium und will dieses Niveau bei Red Bull - BORA - hansgrohe wiederfinden.
Paris–Nizza könnte die ideale Bühne bieten, um zu zeigen, dass er weiterhin um große Resultate mitfahren kann. Mit Teamkollegen wie Aleksandr Vlasov, Laurence Pithie, Mick van Dijke und Nico Denz an seiner Seite hat Martinez die Unterstützung, das Rennen zu prägen – vorausgesetzt, die Form stimmt.
Natürlich sind diese fünf nicht die einzigen Anwärter. INEOS Grenadiers verfügt zudem über starke Optionen mit Kevin Vauquelin und Carlos Rodriguez, während Fahrer wie Lenny Martinez und Harold Tejada ebenfalls auf Gelb zielen werden.
Mit einem ausgewogenen Parcours und mehreren ausgewiesenen Etappenrennspezialisten auf der Startliste verspricht Paris–Nizza 2026 eines der umkämpftesten Frühjahrsduelle des Jahres zu werden.
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