Amandine Fouquenet beendete die
Superprestige-Saison mit einem souveränen Erfolg in Middelkerke. Auf dem Nordseesand fuhr die Französin der Konkurrenz davon, während sich dahinter die Gesamtwertung in dramatischer Manier entschied.
Schon in der Startrunde machte Fouquenet ihre Absichten klar. Sie attackierte früh, übernahm sofort die Kontrolle, erhöhte auf den anspruchsvollsten Streckenpassagen immer wieder das Tempo, dünnte die Gruppe aus und verwandelte das Finale in einen Ausdauer- statt Positionskampf.
Fouquenet kontert, als der Druck steigt
Zur Rennhälfte hatte sich Fouquenet bereits knapp zwanzig Sekunden Vorsprung herausgefahren und zwang die Verfolgerinnen in den Schadensbegrenzungsmodus.
Die stärkste Gegenwehr kam von
Ceylin del Carmen Alvarado. Die niederländische Meisterin fand mit zunehmender Renndauer ihren Rhythmus, schob sich auf Rang zwei nach vorn und nagte stetig an Fouquenets Führung. Zwischenzeitlich schrumpfte der Abstand auf einstellige Sekunden – kurz keimte die Hoffnung auf eine späte Wende auf.
Fouquenet reagierte jedoch entschlossen. Zwei Runden vor Schluss zog sie das Tempo erneut an, dehnte das Band wieder und stellte die Kontrolle an der Spitze sicher. Alvarado drückte bis tief in die Schlussrunde, doch mehrere kleine Fehler auf dem Waschbrettstück nahmen ihr den Schwung. Fouquenet rollte unbedrängt zum Tagessieg.
Während vorne alles entschieden war, zerfiel dahinter der Kampf um die
Superprestige-Gesamtwertung.
Aniek van Alphen, als Führende gestartet, erlebte ein schwieriges Rennen mit nachlassenden Beinen und wachsendem Druck. Nach einer kurzen Stabilisierung zur Rennmitte rutschte sie in den Schlussrunden kontinuierlich zurück und fiel zwischenzeitlich bis auf Rang zehn.
Teamkollegin Annemarie Worst versuchte, den Schaden zu begrenzen, führte Van Alphen in gleichmäßigem Tempo zurück Richtung Top Ten – doch die Aufholjagd kam zu spät. Trotz eines späten Vorstoßes im letzten Kilometer machte Van Alphen die nötigen Plätze zur Verteidigung der Gesamtführung nicht mehr gut.
Da Van Alphen außerhalb der erforderlichen Positionen ins Ziel kam, reichte Fouquenets Sieg, um sich den
Superprestige-Gesamttitel zu sichern. Während die Französin ihren Statement-Erfolg im Sand feierte, fand die Superprestige-Saison an der belgischen Küste ihren klaren Abschluss.