„Ein Mann wie Eddy Merckx“: Toon Aerts verneigt sich nach WM-Lehrstunde vor Van der Poel

Cyclocross
Montag, 02 Februar 2026 um 10:30
Eindpodium SuperprestigeRuddervoorde2019
Etwas mehr als eine Minute trennte Toon Aerts am Sonntag vom Regenbogentrikot, doch in Sachen Dominanz wirkte die Lücke deutlich größer. Als Achter der Cyclocross-Weltmeisterschaften hatte der Europameister nur Lob für den Sieger übrig und stellte Mathieu van der Poels Hegemonie in eine Reihe mit Eddy Merckx.
„Ich wäre in der Ergebnisliste gern etwas näher dran gewesen, aber ich konnte heute mit ihnen Rennen fahren, hinter den drei stärksten Männern“, sagte Aerts laut Zitaten gesammelt von In de Leiderstrui. „Zwischendurch sah ich, dass wir auf Thibau [Nys] und Tibor [Del Grosso] nicht viel verloren, aber du sitzt da mit einem Haufen Ausländern. Fährst du voll oder fährst du eher auf Platz 4?“

Der Regen veränderte alles

Aerts entschied sich schließlich für den Kampf um Platz vier, doch ein plötzlicher Wetterumschwung in der Schlussrunde zerstörte seinen Plan. „Ich habe mich entschieden, in dieser Gruppe zu bleiben, aber ich muss ehrlich sagen: Am Ende, als es anfing zu regnen, hatte ich nicht die Technik, um um Platz 4 zu kämpfen“, räumte er ein.
„In fünf Minuten war das wirklich ein komplett anderer Kurs geworden“, erklärte Aerts zum chaotischen Finale. „Ich weiß nicht, ob Fahrer zum Wechseln [der Räder] rausgingen, aber eigentlich gab es keine Zeit mehr zum Wechseln… Wenn du darauf nicht vorbereitet warst, indem du mit etwas flacheren Reifen gestartet bist… dann bist du einfach auf sehr rutschigen Schlauchreifen unterwegs gewesen.“
„Das hat mich genervt, aber wahrscheinlich die anderen auch ein bisschen. In der letzten Runde zählte aus meiner Sicht vor allem die Technik. Ich bin gespannt, wie Tibor und Thibau das gelöst haben.“
Mit Blick auf den Sieger nahm Aerts kein Blatt vor den Mund. „Er ist ein Phänomen. Er ist ein Phänomen im Winter. Er ist ein Phänomen im Sommer“, sagte Aerts über Van der Poel, der seinen achten Cross-WM-Titel holte. „Ich glaube, es gibt aktuell weltweit nur einen Fahrer, der auf dem Rad besser ist. Vor allem auf bestimmtem Terrain, bergauf“, fügte er mit Blick auf Tadej Pogacar an.
Im Kontext der Dominanz griff Aerts jedoch zum ultimativen historischen Vergleich. „Aber ansonsten ist Mathieu van der Poel für mich ein Mann wie Eddy Merckx“, sagte der Europameister. „Ich habe Eddy Merckx nie fahren sehen, aber ich denke, so ähnlich muss das gewesen sein.“

„Ich bin eher Wout-Fan“

Trotz des großen Lobs konnte Aerts eine augenzwinkernde persönliche Note zur ewigen Cross-Rivalität nicht lassen. „Ich habe zu ihm jetzt nicht unbedingt ein echtes Verhältnis. Ich bin eher ein Fan von Wout van Aert. Man kann wahrscheinlich nicht wirklich für beide sein“, lachte Aerts. Immerhin sind ihre Nachnamen fast identisch.
„Aber ich habe enormen Respekt vor Mathieu. Beim ersten Cross, den ich mit ungefähr zwölf gefahren bin, ist er auch in meinem Rennen gestartet. Er fuhr zwei Kategorien höher und war schon in der ersten Kurve weg. Er war damals ein Phänomen, und er fährt immer noch auf dieser Wolke.“
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