„Wir wollten das Szenario vom letzten Jahr vermeiden“ – Paul Magnier feiert in Hamburg ersten WorldTour-Eintagessieg

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 16 August 2026 um 20:00
Magnier Paul Giro de Italia 2026
Paul Magnier hat am Sonntag bei den ADAC Cyclassics Hamburg seinen ersten Sieg in einem WorldTour-Eintagesrennen gefeiert. Der schnelle Mann von Soudal Quick-Step setzte sich im Sprint durch und vollendete damit ein Vorhaben, das ihn bereits seit der Enttäuschung bei der Ausgabe 2025 beschäftigt hatte.
Nach seinen drei Etappensiegen beim Giro d'Italia im Mai bestätigte Magnier seine herausragende Saison nun mit seinem ersten Eintageserfolg auf diesem Niveau. Dabei setzte sich der Franzose in einem hochkarätig besetzten Feld durch, zu dem unter anderem Jonathan Milan, Olav Kooij, Isaac del Toro und Arnaud De Lie gehörten.

Windkante nimmt Milan und Kooij aus dem Rennen um den Sieg

Milan und Kooij konnten im entscheidenden Sprint allerdings nicht mehr mitmischen. Beide verloren bei einer Windkante den Anschluss, nachdem das Peloton auf der letzten Überquerung des Wasebergs 16 Kilometer vor dem Ziel das Tempo deutlich verschärft hatte. Für zusätzliche Dynamik am Anstieg sorgte ein stark zurückgekehrter del Toro.
Der Profi von UAE Team Emirates - XRG bestritt sein erstes Rennen seit seinem Podiumsplatz bei der Tour de France im vergangenen Monat und nutzte das Terrain, das seinen Qualitäten entgegenkommt, für eine Attacke. Letztlich stellte del Toro seinen Vorstoß jedoch wieder ein, während die Sprinterteams und Allrounder die Kontrolle über das Finale übernahmen.
Auf der Zielgeraden schafften es unter anderem Mike Teunissen, Laurence Pithie, Arnaud De Lie und Huub Artz in die Top Ten. Am Sieg des 22 Jahre alten Magnier konnten sie jedoch nicht mehr rütteln. Der Franzose eröffnete seinen Sprint von vorne und setzte sich nach 207 Kilometern mit mehr als einer Radlänge Vorsprung durch.
Paul Magnier jubelt.
Paul Magnier setzte sich bei den ADAC Cyclassics Hamburg im Sprint souverän durch und feierte damit seinen ersten Sieg bei einem WorldTour-Eintagesrennen.
„Das ist mein erster Sieg in einem WorldTour-Rennen. Ich bin stolz, dass ich die Arbeit meiner Teamkollegen vollenden konnte“, erklärte Magnier nach seinem Triumph.

„Wir wollten das Szenario vom letzten Jahr vermeiden“

Ein Jahr zuvor hatte das Rennen noch eine völlig andere Geschichte geschrieben. Rory Townsend überraschte damals sämtliche Sprinter und krönte nach 187 Kilometern in der frühen Ausreissergruppe seine Flucht mit einem sensationellen Sieg.
Diesmal waren Magnier und seine Teamkollegen von Soudal Quick-Step fest entschlossen, eine Wiederholung dieses Szenarios zu verhindern und ihrem Sprinter die Chance zu geben, das Rennen in einem regulären Finale für sich zu entscheiden.
„Wir wollten das Szenario vom letzten Jahr vermeiden“, erklärte Magnier nach seinem erfolgreichen Sprint.
Viel Zeit zum Feiern bleibt dem Franzosen allerdings nicht. Bereits am Mittwoch steht für Magnier mit der Deutschland Tour die nächste Aufgabe auf dem Programm. Dort wird er voraussichtlich erneut auf starke Konkurrenz im Sprint treffen. Unter anderem werden Phil Bauhaus, Fernando Gaviria, Antonio Morgado und Filippo Fiorelli derzeit für einen Start bei der Rundfahrt erwartet.
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