Guillermo Thomas Silva hat eine perfekte Woche beim
Arctic Race of Norway mit dem Gesamtsieg gekrönt. Der Uruguayer vom
XDS Astana Team verteidigte auf der Schlussetappe nach Narvik erfolgreich seine Führung, belegte im Tagesklassement den dritten Platz und feierte damit einen der größten Erfolge seiner bisherigen Karriere.
„Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg, sehr glücklich“, fasste Silva seine Gefühle nach dem Rennen zusammen. Besonderes Lob richtete der Uruguayer an seine Mannschaft, die ihn an einem komplizierten Schlusstag unterstützte. Silva war mit lediglich zehn Sekunden Vorsprung auf Lennert Van Eetvelt in die entscheidende Etappe gestartet.
„Immer aufmerksam auf die GC-Rivalen“ – Astana kontrolliert das Finale
„Der Plan mit dem Team war, das Rennen zu kontrollieren. Es war eine knifflige, sehr schnelle Etappe, aber die Jungs haben hervorragend gearbeitet und im Finale habe ich den Anstieg und mein Tempo kontrolliert, immer aufmerksam auf die GC-Rivalen“, erklärte Silva. Am Schlussanstieg zum Narvikfjellet teilte sich der Gesamtführende seine Kräfte entsprechend ein und behielt seine wichtigsten Konkurrenten jederzeit im Auge.
Guillermo Thomas Silva trotzte auf der Schlussetappe des Arctic Race of Norway einem Sturz und einem Reifenschaden und krönte seine starke Woche mit dem Gesamtsieg.
Silvas Ziel bestand allerdings nicht nur darin, die Gesamtführung zu verteidigen. Nachdem er bereits die dritte Etappe gewonnen hatte, wollte der Uruguayer seine erfolgreiche Woche mit einem weiteren Tagessieg krönen. „Ich habe versucht, die Etappe zu gewinnen, aber es war nicht möglich“, räumte er ein. Letztlich musste er sich mit Rang drei begnügen und erreichte das Ziel drei Sekunden hinter Etappensieger Cedrik Bakke Christophersen.
Der Gesamtsieg erhält zusätzliches Gewicht, weil Silva am Schlusstag innerhalb des Polarkreises gleich mehrere Rückschläge verkraften musste. Der Leader erlitt einen Reifenschaden und kam zudem bereits auf den ersten Kilometern zu Fall. Damit nahm ein Tag, der letztlich kaum besser hätte enden können, zunächst einen denkbar ungünstigen Verlauf.
„Zufrieden, sehr glücklich. Es war ein sehr harter Tag, ich hatte einen Platten und gleich zu Beginn einen Sturz – der Tag fing etwas falsch an“, schilderte der Fahrer von XDS Astana seine Probleme. Seine Mannschaft reagierte jedoch schnell und brachte Silva rechtzeitig zurück, sodass er mit Zuversicht in das entscheidende Finale gehen konnte.
Nach Gesamtsieg beim Arctic Race: Silva hofft auf Rückkehr nach Norwegen
„Danach haben meine Teamkollegen eine enorme Arbeit geleistet, und wir sind mit Chancen in den letzten Anstieg gefahren“, betonte Silva. Damit hob er noch einmal die entscheidende Rolle seiner Mannschaft an einem Tag hervor, an dem die Verteidigung der Gesamtführung bedeutete, jeden Vorstoß seiner Konkurrenten im Blick zu behalten und zu neutralisieren.
Am Ende erreichte der Uruguayer den Gipfel gemeinsam mit den Besten, belegte den dritten Platz und sicherte sich damit den Gesamtsieg vor Van Eetvelt und Alessandro Pinarello. „Glücklich, die GK gewonnen zu haben“, lautete Silvas abschließendes Fazit zum sportlichen Ausgang.
Der Triumph weckte beim Uruguayer zugleich die Lust auf eine Rückkehr zu einem Rennen, das ihm besonders gut gefallen hat. „Es ist ein wunderschönes Rennen. Ich hoffe, nächstes Jahr wiederzukommen“, erklärte Silva nach seinem Gesamtsieg beim Arctic Race of Norway.