„Wir müssen sie respektieren“ – Remco Evenepoel über Zeitfahrsieg und Zeitneutralisierungen bei der Valenciana

Radsport
Donnerstag, 05 Februar 2026 um 18:00
RemcoEvenepoel
Remco Evenepoel war der Mann des Tages bei der Volta a Comunitat Valenciana, zugleich aber wohl auch derjenige, der durch die Neutralisierung am meisten verlor. Der Olympiasieger sowie Welt- und Europameister im Zeitfahren siegte in Spanien, doch es blieb ein mentaler Erfolg gegen seinen Rivalen an einem Tag, der eigentlich entscheidend für seine Gesamtambitionen sein sollte.
Starker Wind zwang die Organisatoren, die Zeiten zu neutralisieren; aus Sicherheitsgründen mussten die Fahrer zudem auf ihren Rennrädern starten. „Klar, es gab trotzdem noch einen Etappensieg zu holen, und ich will die Organisation respektieren. Sie haben entschieden, das Rennen für ein Etappenergebnis laufen zu lassen, also habe ich mich entschieden, hier zu fahren“, sagte Evenepoel im Ziel gegenüber CyclingPro.net.
„Ich respektiere die Organisation und die Entscheidung, die alle getroffen haben. Aber ja, ich denke, wir sind heute 1 und 2 geworden, Alex [Vlasov] als Zweiter – ein ziemlich gutes Resultat für uns. Wir haben den ganzen Tag vorbereitet, als wäre es ein TT-Tag, mit der Verpflegung und allem. So konnten wir es als guten Test nutzen. Mit einem schönen Ergebnis, also besser so.“
Auf der Straße bot das 17 Kilometer lange Zeitfahren Evenepoel eigentlich die große Chance, Zeit auf seinen Rivalen gutzumachen, das Führungstrikot zu übernehmen und im Kampf um den Gesamtsieg früh Druck zu machen. Am Ende blieb ihm nur ein weiterer Sieg in der Palmares – unter anderen Voraussetzungen als in einem regulären Zeitfahren.

Sportsgeist trotz Widrigkeiten

„Ja, klar ist es ziemlich anders, weil der Anstieg auf dem TT-Bike etwas schneller wäre. Auf der Abfahrt und in den Seitenwindpassagen wäre das TT-Bike allerdings heikler. Es gibt also Vor- und Nachteile“, führte er aus.
Nicht alle waren mit der Neutralisierung und dem morgendlichen Durcheinander angesichts wechselnder Entscheidungen der Organisation einverstanden, doch der Belgier versuchte, das auszublenden:
„Wie gesagt, in unserem Sport dürfen wir Entscheidungen in letzter Minute treffen, und wir müssen sie respektieren. Wir müssen echte Sportsleute im Kopf sein und flexibel bleiben. Für mich war es kein großer Unterschied.“
„Ich weiß auch, dass ich auf einem normalen Rad ein ziemlich schnelles TT fahren kann. Also haben wir schnell umgestellt und entschieden, auf Sieg zu fahren. Ich denke, das war die richtige Entscheidung“, schloss er. Morgen steht schließlich die erste große Prüfung für die Gesamtwertung an.
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