Groupama - FDJ schlägt ein neues Kapitel auf.
Mit dem Rückzug des legendären Marc Madiot und der Übernahme durch Thierry Cornec als General Manager vollzieht das Team einen deutlichen Kulturwandel. Nach dem knappen Entkommen aus der Abstiegszone im vergangenen Jahr rückt nun das UCI-Punktesystem offen in den Fokus.
Neuanfang nach Schwierigkeiten 2025
Die Saison 2026 ist Jahr eins des neuen UCI-Auf- und Abstiegszyklus, und
Groupama - FDJ will die Fehler des letzten Trienniums nicht wiederholen. Der Absturz war deutlich: von einem komfortablen 7. Platz in der Weltrangliste 2023 über Rang 10 in 2024 bis hinunter auf Platz 18 in der vergangenen Saison.
Einer der wenigen Lichtblicke war
Romain Grégoire, der mit sechs Siegen den Durchbruch schaffte. Doch die etablierten Führungskräfte im Team taten sich schwer.
Valentin Madouas, der frühere französische Meister, fand klare Worte zur Unterperformance der Mannschaft.
„Romain hat die Dinge ein wenig gerettet, aber Leader wie
David Gaudu, Paul Penhoët oder ich selbst haben nicht die Ergebnisse geholt, die wir hätten holen müssen“, sagte er in
von Domestique gesammelten Zitaten. Überraschend betonte Madouas, dass seine Form nicht das Problem gewesen sei. „Dabei hatte ich die besten Leistungswerte meines Lebens.“
Stattdessen verwies er auf organisatorische Probleme im Hintergrund. „Beim Staff gab es viele Missverständnisse zwischen den verschiedenen Abteilungen: Training, Medizin, Sportliche Leitung“, erklärte Madouas. „Nach der Tour de France haben wir reinen Tisch gemacht. Das hat allen enorm gutgetan. Wir starten neu mit einer völlig anderen Dynamik.“
Die Fahrer von Groupama - FDJ wollen die Probleme des Vorjahres vermeiden
Stärke durch Breite
Um diese Themen zu beheben, hat das Team seinen Staff neu aufgestellt und mehrere Bausteine verpflichtet. Madouas hob die Ankunft von Fahrern wie Ewen Costiou (von Arkéa), Clément Berthet (als voraussichtlicher Kapitän beim Giro d’Italia) und Bastien Tronchon (mit Fokus auf die flämischen Klassiker) hervor.
„Das Team hat sich strukturiert, vor allem im Staff, und in der Breite bei den Fahrern zugelegt“, so Madouas, der sie als „sehr gute Verpflichtungen“ bezeichnete.
„Wir werden einen Pogacar oder Van der Poel nicht mit reiner Wattleistung schlagen, aber wir können es durch Antizipation als Gruppe von drei oder vier Fahrern. Diese Konstanz erlaubt es uns, sie zu fordern und auch möglichst viele Top-5-Platzierungen einzufahren. Denn das Ziel ist auch zu punkten.“