VORSCHAU | Tirreno-Adriatico 2025 5. Etappe - Können Pidcock oder van der Poel die GC-Fahrer an einem extrem windigen und hügeligen Tag schlagen?
RadsportVom 10. bis 16. März fährt das Peloton der WorldTour das Rennen Tirreno-Adriatico. Dies ist an sich schon eines der wichtigsten Etappenrennen des Jahres, dient aber gleichzeitig als Vorbereitung auf die Frühjahrsklassiker und auch als Test für den Giro d'Italia. Es wird eine Woche voller hochkarätiger Rennen quer durch Italien! Wir schauen uns die 5. Etappe in dieser Vorschau genauer an.
Der fünfte Tag des Rennens unterscheidet sich nicht allzu sehr vom vorherigen, mit vielen Anstiegen, die über die 205 Kilometer nach Pergola verstreut sind. Die Anstiege sind nicht allzu schwer, aber der Unterschied an diesem Tag ist, dass die letzten Anstiege die härteren sind, und wir könnten einige Bewegungen von den GC-Fahrern sehen, bevor die Etappe endet.

Vielleicht sieht es nicht so aus, aber hier gibt es 3500 Höhenmeter zu überwinden. Selbst wenn man konservativ fährt, ist es schwer vorstellbar, dass ein Sprint die Etappe entscheidet (es sei denn, es handelt sich um einige wenige, die sehr gut klettern können). Die Chancen, dass eine Ausreißergruppe Erfolg hat, sind ebenfalls nicht gering, denn es ist weder ein Vollsprint noch ein Tag der Gesamtwertung, und viele werden keine Verantwortung übernehmen wollen. Mit einer anständigen Menge an Anstiegen zu Beginn der Etappe gibt es auf jeden Fall ein Terrain für die starken Männer, um zu attackieren.
Die beiden letzten Anstiege werden die Schlüsselmomente des Tages sein. Der erste ist 6,3 Kilometer lang und hat 4,7 Prozent. Er endet nach 26,5 Kilometern mit einer technischen Abfahrt, was einen schnellen Anstieg mit einem Kampf um die Position an der Spitze bedeutet. Es wird nicht lange dauern, bis die Fahrer den Fuß des letzten Anstiegs erreichen.
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In Monterolo (3,9 km; 6,6 Prozent) fährt das Peloton, und der Anstieg ist sehr uneinheitlich, mit steilen Rampen von Anfang bis Ende, aber auch einigen weniger steilen Abschnitten. Wir werden zweistellige Steigungswerte haben, und es gibt Stellen, an denen die GC-Fahrer versuchen können, den Unterschied zu machen. Es wird ein offenes Finale, bei dem die Puncheure sicherlich ein gewichtiges Wort mitreden können, da die Anstiege an diesem Tag nicht lang und größtenteils explosiv sind.
Der Anstieg endet nach nur 7,5 Kilometern und die Abfahrt ist sehr steil und nicht sehr technisch, so dass sich schnell Lücken auftun. Die letzten 4 Kilometer sind dann flach (mit einer leichten Steigung am Anfang des letzten Kilometers), aber nicht technisch, so dass es immer noch möglich ist, eine Verfolgungsjagd zu starten. Alles in allem eine Etappe, die für ein gewisses Chaos sorgt.


Das Wetter

Schlecht, schlecht, schlecht... Wenn Sie glauben, dass das Wetter bei diesem Rennen bisher nicht gut war, wird es noch schlimmer werden. Zu Beginn des Tages soll es etwas regnen, der Himmel ist bewölkt, aber der Wind wird unglaublich stark wehen. Nein, die Strecke wird nicht sehr exponiert sein, aber der sehr starke Südwestwind bedeutet, dass es unzählige Seitenwindabschnitte geben wird. Es ist mit Stürzen zu rechnen, und das kann gleich zu Beginn des Tages passieren. Ein sehr gefährlicher Tag für das GC.
Die Favoriten
Die große Frage an diesem Tag wird sein, ob es sich um ein Rennen für GC-Fahrer oder Puncheure handelt. Da es sich um ein Rennen mit nur einer Bergetappe handelt, die nicht allzu schwer ist, werden Fahrer wie der in Form befindliche Tom Pidcock und Ben Healy sicherlich um die Gesamtwertung kämpfen, aber an einem Tag wie diesem können sie definitiv zuschlagen. Die Anstiege, die vor uns liegen, sind zwar etwas lang, aber immer noch explosiv und begünstigen die Puncheure bei normalen Bedingungen.
Wir haben ein interessantes INEOS, das trotz der Führung im Rennen sehr aggressiv war, und das haben sie gut gemacht. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, Staffeln zu bilden, können sie es sehr wohl wieder versuchen und Filippo Ganna kann sich auf diesen Tag freuen. Selbst bei normalen Bedingungen kann er in seiner derzeitigen Form mit den meisten Fahrern im Feld mithalten. Mathieu van der Poel zum Beispiel hätte sich einen weniger harten Tag gewünscht, aber ich denke, dass die Schwierigkeiten für ihn nicht allzu groß sein werden und er wird tatsächlich wieder im Finale stehen und entweder mit einer Attacke oder sogar einem Sprint in Reichweite des Sieges sein.
Fahrer wie Marc Hirschi, Romain Grégoire und Roger Adrià werden bei dieser Art von Anstieg und Finale ebenfalls sehr gefährlich sein, sie werden an der Spitze sein; andere wie Andrea Vendrame und Magnus Cort Nielsen können sehr gefährlich sein. Fahrer wie Alex Aranburu, Simone Velasco und Pelayo Sanchez haben ebenfalls die Erfahrung in solch explosiven Finals und können überraschen.
Aber die GC-Männer werden aktiv sein. Das müssen sie auch, denn Filippo Ganna sieht erschreckend stark aus, und sie werden ihm Zeit lassen wollen, um um den Sieg/das Podium/die Top-5 zu kämpfen, meiner ehrlichen Meinung nach. Juan Ayuso zum Beispiel war sehr aktiv und ich kann mir nicht vorstellen, dass er versucht, sich zu verstecken. Bisher hat er sich mehr exponiert, als er sollte, aber er hat dabei eine hervorragende Form gezeigt und er hat die Explosivität, um in einem solchen Anstieg Schaden anzurichten - wobei Adam Yates eine andere Art von Fahrer ist, aber einer, den man im Auge behalten sollte.
Leute wie Richard Carapaz, Kévin Vauquelin und Giulio Ciccone könnten unter normalen Bedingungen auch bei einem solchen Anstieg eine gute Figur machen, da sie die Kletterbeine haben, aber auch die nötige Explosivität, um eine Lücke zu reißen.
Aber es gibt natürlich auch einen ganzen Haufen von Fahrern, die nicht in der Lage sind, den Unterschied zu machen, aber sie können einen gut getimten Zug oder etwas Glück nutzen, um die Etappe zu gewinnen. Pello Bilbao, Antonio Tiberi, Derek Gee, Mikel Landa und Eddie Dunbar.
Prognose Tirreno-Adriatico 2025 Etappe 5:
*** Tom Pidcock, Juan Ayuso, Mathieu van der Poel
** Ben Healy, Roger Adrià, Richard Carapaz, Romain Grégoire
* Filippo Ganna, Andrea Vendrame, Magnus Cort Nielsen, Marc Hirschi, Simone Velasco, Kévin Vauquelin, Giulio Ciccone, Pello Bilbao, Derek Gee, Eddie Dunbar
** Ben Healy, Roger Adrià, Richard Carapaz, Romain Grégoire
* Filippo Ganna, Andrea Vendrame, Magnus Cort Nielsen, Marc Hirschi, Simone Velasco, Kévin Vauquelin, Giulio Ciccone, Pello Bilbao, Derek Gee, Eddie Dunbar
Unser Tipp: Tom Pidcock
Wie: Kurzer Gruppensprint. Ich glaube, dass es viele Attacken geben wird, aber die GC-Fahrer werden sich auf den letzten Kilometern gegenseitig decken.
Original: Rúben Silva
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7 stages, 1,130.9 km of pure passion.
— Tirreno Adriatico (@TirrenAdriatico) December 12, 2024
From Lido di Camaiore to San Benedetto del Tronto 🚴♂️
Don't miss the #TirrenoAdriatico @CA_Ita 2025!🗺
7 tappe, 1.130,9 km di pura passione.
Dal Lido di Camaiore a San Benedetto del Tronto 🚴♂️
La #TirrenoAdriatico @CA_Ita 2025 vi aspetta!🗺 pic.twitter.com/8DfTNJiVNZ

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026








